Amtierendes Stadtoberhaupt nutzt Minister-Besuch / „Probleme mit Denkmalschutz-Gebäuden“

„Kommen Sie nach Werben“

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Auf dem Weg vom Baufeld zum Imbiss bei der Übergabe des Förderbescheids für die Grundschule Goldbeck hat Bernd Schulze (r.) als amtierendes Stadtoberhaupt von Werben mit Finanzminister André Schröder gesprochen.

Werben/Magdeburg. „Herr Minister, wir haben große Probleme mit unseren vielen unter Denkmalschutz stehenden Häusern“, hat Werbens amtierendes Stadtoberhaupt den Besuch des höchsten Finanzverantwortlichen Sachsen-Anhalts am Montagvormittag in Goldbeck für ein spontanes Kurzgespräch genutzt.

Am Rande der Übergabe des Förderbescheids für den Neubau der Grundschule in der Uchtegemeinde (AZ berichtete) fasste sich Bernd Schulze (UWG) ein Herz, den CDU-Entscheider aus der Landeshauptstadt anzusprechen.

„Ich möchte Sie nach Werben, in die kleinste Hansestadt der Welt einladen“, sagte der Bergener zu Finanzminister André Schröder und erinnerte dabei an ein Versprechen, das das Magdeburger Ministerium im Rahmen einer CDU-Tafelrunde im Gutshaus Büttnershof auf dem Boden der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck gegeben habe.

Als Schröder auf das amtierende Stadtoberhaupt der weltkleinsten Hansestadt traf, redete er mit dem lokalpolitischen Nachfolger seines Mitarbeiters, der als Ministerialrat im Referat für Baukultur, Städtebau und Bauordnungsrecht tätig ist. Aber diese Personalie war nicht der Grund für den Dialog, den Schulze angeschoben hat. Der selbstständige Maurermeister stellt sich am 11. Februar als einziger Kandidat zur Bürgermeisterwahl, nachdem Schulzes Werbener Stadtratsfraktion maßgeblich an der im vorigen November erfolgten Abwahl von Wolfgang Tacke beteiligt gewesen ist. Seinerzeit hatte der Werbener Stadtrat einstimmig für die Einleitung des Verfahrens gegen den Wahl-Werbener mit niedersächsischen Wurzeln gestimmt (AZ berichtete).

Schulze, der sich einen Gegenkandidaten gewünscht hätte, erhofft sich vom Gespräch mit dem Finanzchef aus der Landeshauptstadt Unterstützung. Schließlich habe Werben eine Vielzahl historisch bedeutende Gebäude zu sanieren– prominentestes Beispiel: die Johanniter-Komturei/Domäne.

Von Antje Mahrhold

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