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Kirchendach gefährlich feucht

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Von: Tobias Henke

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Alexander Schwartz vor der eingerüsteten Kirche in Klein Schwechten
Pfarrer Alexander Schwartz hofft auf ein Ende der Arbeiten in Klein Schwechten bis zum Sommer. © Henke, Tobias

Das Bild, das sich dem Betrachter der Kirche in Klein Schwechten bietet, ähnelt dem in Rochau (AZ berichtete). Das Gotteshaus ist eingerüstet. Die Arbeiten sollen aller Voraussicht nach bis zum beginnenden Sommer abgeschlossen werden.

Die Kirche weist eine Besonderheit auf, die es nicht allzu häufig geben dürfte. „Das Dach ist älter als die Kirche“, weiß Pfarrer Alexander Schwarz zu berichten und liefert auch eine Erklärung für diese ungewöhnliche Tatsache. „Es gibt bei uns in der Altmark mehrere Kirchen, die für die damaligen Verhältnisse ungewöhnlich groß sind. Da hat jemand richtig Geld in die Kirche gesteckt.“ Wer zeigen wollte, dass er etwas hat, habe sein Geld im Mittelalter vor allem in Kirchen gesteckt. Das Gotteshaus wurde im späten zwölften Jahrhundert gebaut.

Im Inneren der Kirche springt besonders ein Christusbild ins Auge, das sich hinter dem Altar befindet. Zumindest auf den ersten Blick wirkt das Gotteshaus innen in einem etwas besseren Zustand, als dies in Rochau der Fall ist. „Probleme mit Feuchtigkeit gibt es insbesondere im Bereich des Dachs“, weiß Schwartz zu berichten. Dass ganze Stücke aus dem Mauerwerk hinabfallen, so wie es in Rochau zu beobachten war, ist in Klein Schwechten nicht zu sehen.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 200 000 Euro. Einen Teil trägt die Kirchengemeinde selbst. Auch die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Kiba) sowie über den Fördertopf einer Lottogesellschaft kommt ein Teil der Fördersumme zusammen. Gefragt nach den größten Kostentreibern bei den auf gut drei Monate angesetzten Arbeiten, nennt der Pfarrer das Gerüst. Dass der Bau vor dem Hochsommer abgeschlossen sein soll, hat nicht nur Kostengründe. Es sei schädlich für das dann frisch sanierte Mauerwerk, wenn es zu heiß ist. Deshalb hofft Schwartz, dass die Arbeit an dem Gotteshaus, zeitnah fertig sind.

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