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Feuerwehr spürt Hitze nicht

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Von: Tobias Henke

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Das Zellstoffwerk in Arneburg brannte und löste einen Großeinsatz aus.
Beim Brand im Zellstoffwerk in Arneburg waren Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis involviert. Außer diesem gab es für die Brandschützer in der Verbandsgemeinde in diesem Jahr wenige große Einsätze. © Freier Mitarbeiter

Arneburg-Goldbeck – Trotz des erneut ziemlich trockenen Sommers war dieser für die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck bislang nicht arbeitsintensiver als in früheren Jahren, wie die AZ von dem im November scheidenden Verbandsgemeindewehrleiter Michael Nix erfahren hat. „Im Gebiet der Verbandsgemeinde war es nicht so, dass wir hier wegen der Hitze viele größere Einsätze gehabt haben“, erläutert er. Zwar gab es im Zellstoffwerk in Arneburg einen der größten Einsätze der vergangenen Jahre (AZ berichtete), doch hatte dieser letzten Endes nichts mit der anhaltenden Trockenheit zu tun.

Auch die Zahl an Vegetationsbränden auf den Feldern sei in diesem Jahr nicht höher gewesen als in weniger trockenen Jahren. „Vielleicht hat das auch was damit zu tun, dass der Umgang mit Gefahren heute besser ist, als vor einigen Jahren.“ Gleichzeitig verdeutlicht Nix, dass es schlichtweg nicht möglich ist, sämtliche Gefahren auszuschließen. „Die Landwirte können ja nicht einfach aufhören zu arbeiten.“ Damit sich ein trockenes Feld entzündet, reicht der Funkenflug, der bei manchen Arbeiten auf dem Feld entsteht, oft schon aus. Feuerwehrchef Nix bittet darum, nicht nur bei Trockenheit achtsamer auf seine Umwelt zu achten, um auf diese Weise, Gefahren zu minimieren. „Eine im Winter achtlos weggeworfene Glasflasche, kann im Sommer einen Brand auslösen“. Gemeint ist die Gefahr, dass die Glasscherben die Sonnenstrahlen wie eine Lupe bündeln können. Auch dass Zigarettenkippen selbst bei dieser Trockenheit weggeworfen würden, erlebe er regelmäßig, so Nix.

Kein einheitliches Bild gibt es laut Nix beim Thema Löschwasser. So gebe es etwa in Eichstedt und einigen anderen Gemeinden Löschwasserzisternen, die im Ernstfall schnell angezapft werden können. Darüber hinaus gebe es, „zwischen drei und fünf Landwirte“, mit denen es Vereinbarungen gebe, dass diese bei der Löschwasserbereitstellung helfen. Teilweise sei die Löschwasserbesorgung durch die Trockenheit in den vergangenen Jahren erschwert worden, da der Wasserspiegel gesunken ist.

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