Gefahr durch Sturm und Hitze: SPD-Politiker beklagt verlandende Teiche und versandende Brunnen

Katastrophe lauert auch weiterhin

Übungen für den Ernstfall, wie im Juni 2015 im Rathaus Arneburg, als Hauptamtssachgebietsleiter Ronny Gabel Katastrophenschutzzeichen gruppierte, schulen die Verwaltung. Was durch Stürme in Wäldern liegen bleibt, bleibt eine große Aufgabe.
+
Übungen für den Ernstfall, wie im Juni 2015 im Rathaus Arneburg, als Hauptamtssachgebietsleiter Ronny Gabel Katastrophenschutzzeichen gruppierte, schulen die Verwaltung. Was durch Stürme in Wäldern liegen bleibt, bleibt eine große Aufgabe.
  • Antje Mahrhold
    VonAntje Mahrhold
    schließen

Arneburg-Goldbeck. Ein Jahr nach Orkan „Xavier“ im vorigen Oktober sind auch auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde noch längst nicht alle Spuren beseitigt.

In den Wäldern des Gebiets türmen sich vielerorts noch umgestürzte Bäume – was angesichts der weiterhin anhaltenden Trockenheit durch den extrem heißen Sommer im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich ist.

Feuerwehrkräfte waren Anfang Oktober 2017 im Dauereinsatz, als Bäume wie Streichhölzer abknickten, in Eichstedt sogar auf Bahngleise stürzten und in Arneburg gefahrvoll auf das Dach eines Wohnhauses gekracht sind.

Rüdiger Erben

Angesichts der Brandlasten, die durch die in jüngster Zeit vermehrt auftretenden Stürme zu Fall kommenden Bäume in den Wäldern lauern, und der zugleich anhaltenden Dürre ist SPD-Landtagsmitglied Rüdiger Erben alarmiert. Er hatte schon vor zwei Jahren eine bessere Absicherung vor Waldbränden gefordert, „Es gibt erhebliche Defizite bei der Löschwasserversorgung. Oft sind für die Brandbekämpfung wichtige Waldwege in solch einem schlechten Zustand, dass sie von Löschfahrzeugen kaum passierbar sind. All das gehört auf die Agenda der Landespolitik. Wir müssen auf künftige Waldbrandereignisse, die sich schnell zu Katastrophen ausweiten können, besser vorbereitet sein“, erklärte Erben im September 2016.

Das war ein Jahr nachdem der Landkreis zu einer groß angelegten Übung namens „Orkan“ aufgerufen hatte. An diesem Trainingsszenario war seinerzeit auch die Verwaltung der Verbandsgemeinde beteiligt, als etwa Hauptamtssachgebietsleiter Ronny Gabel im Rathaus Arneburg Katastrophenschutzzeichen auf einem Lageplan gruppiert hatte.

Als SPD-Politiker Erben diese Woche mit seinem altmärkischen Landtagskollegen in der Region Seehausen zu Gast war, bot sich ihnen ein ernüchterndes Bild. Barth: „Beim Schutz unserer Wälder vor Bränden ist Vorsorge das A und O. Waldwege, die von Feuerwehrfahrzeugen nicht befahren werden können, verlandende Löschwasserteiche und versandende Brunnen gefährden die Wälder und begünstigen, dass kleine Waldbrände zu Katastrophen werden können. Hier sind die Waldbesitzer genauso in der Pflicht wie das Landwirtschaftsministerium. Die Waldbesitzer müssen mehr für den Schutz ihrer Wälder tun, und das Ministerium muss sie wieder mit Fördermitteln dabei unterstützen“, erklärte Barth.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare