Rettungswachenstützpunkt am Schmiedeweg / Weiterer Umzug in Aussicht

Johanniter beziehen erste eigene Wohnung in Iden

Vertreter der Politik und Johanniter stehen vor dem neuen Rettungswachenstützpunkt und einem Rettungswagen in Iden.
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Rund um die Uhr im Einsatz: Mit dem neuen Standort am Schmiedeweg in Iden kann die Johanniter-Unfallhilfe effektiver arbeiten.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Die Johanniter haben in Iden ihren neuen Rettungswachenstützpunkt bezogen. Von nun an sind sie dort 24 Stunden im Einsatz. Ebenso wie ihr letzter Standort ist auch dieser nur provisorisch.

Iden – Bis Ende Mai war der Rettungswachenstützpunkt in Iden in der örtlichen Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) untergebracht. Vor wenigen Tagen sind die Johanniter ausgezogen und haben sich eine eigene Wohnung gesucht. Von nun an startet der Rettungswagen von der Schmiedestraße aus – und das rund um die Uhr.

Dass der erst im vergangenen Jahr bezogene Standort in der LLG nur eine Übergangslösung sein würde, war bereits vorher klar. Von diesem Standort aus konnte der Rettungswagen nur von 8 bis 16 Uhr ausrücken. Ein großes Hindernis für die Einhaltung der zwölfminütigen Hilfsfrist. Der neue Stützpunkt ist 24 Stunden im Jahr rund um die Uhr besetzt. Trotzdem wird es wohl noch zu einem weiteren Umzug kommen: Aktuell steht der Rettungswagen im Freien. Das bietet keine optimalen Bedingungen, schließlich müssen nicht nur die Notfall- und Rettungssanitäter rund um die Uhr einsatzbereit sein, sondern auch ihr Gerät. Mit einer Garage könnte das Fahrzeug eisfrei gehalten werden. Das hilft nicht nur bei klarer Sicht. Auch die empfindlichere Beladung wie verschiedene Medikamente würde davon profitieren.

Aktuell können sich die Johanniter jedoch an dem neuen Standort erfreuen. Insgesamt steht ihnen mehr Platz zur Verfügung. Zwei Ruhe- und ein Aufenthaltsraum sowie eine Küche und ein Badezimmer mit Dusche versprechen mehr Komfort bei einer langen Schicht. Komplett fertig eingerichtet ist dabei noch nicht alles, wie Alexander Schröder, Fachbereichsleiter Einsatzbereitschaft, erklärt. „Ein PC kommt noch“, stellt er bei einem Besuch des Aufenthaltsraumes fest. Aktuell werde noch der in Osterburg benutzt, um Einsätze zu dokumentieren. Auch in anderen Punkten ist der Idener Stützpunkt auf andere Einrichtungen angewiesen. Deshalb handele es sich auch nicht um eine vollwertige Rettungswache sondern eben um einen Stützpunkt. Auch wenn es den Johannitern mehr Platz zur Verfügung steht als zuvor, fehlt es doch an Stauraum. Deshalb würden die Vorräte des Rettungswagens nach einem Transport, beispielsweise in ein nahes Krankenhaus, dort wieder aufgefüllt.

Die Bedingungen des Gutachtens zur Hilfsfrist seien mit der Umstellung im Landkreis, zumindest auf dem Papier, erfüllt, erklärt Johanniter-Regionalvorstand Peter Ruppert bei der Einweihung des neuen Stützpunktes. Zukünftig sind insgesamt acht bis zehn Mitarbeiter in Iden im Einsatz, um die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr zu gewährleisten. Davon sind jeweils zwei vor Ort. Für die festgestellten Zeiten der Hilfsfrist, die in dem Gutachten bemängelt wurden, wünschte er sich eine detailliertere Aufschlüsselung. Nur weil Hilfsfristen teilweise nicht eingehalten wurden, bedeute das nicht, dass Menschen, die den Notruf wählen statt zwölf Minuten eine ganze Stunde auf den Rettungswagen warten müssen. Teilweise würden die Hilfsfristen nur um einige Minuten verfehlt. Dieses Problem sei mit der Neuordnung im Landkreis minimiert worden.

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