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Fördergeld in Reichweite

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Von: Tobias Henke

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In der Stadtratssitzung in Werben ging es um ein für die Verwaltung neues Förderprogramm
Bürgermeister Bernd Schule und Bauamtsleiterin Sabine Kuhlmann informierten den Stadtrat über Details aus dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“. © Henke, Tobias

Es geht um knapp 1,9 Millionen Euro. Die Stadt Werben hofft, dass ihr in diesem Jahr 80 Prozent dieser Summe für die Stadtsanierung als Fördersumme genehmigt werden. Doch das Ende der Fahnenstange wäre dies noch nicht. Simone Kuhlmann, Bauamtsleiterin bei der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, sieht für die nächsten fünf Jahre einen Bedarf von rund neun Millionen Euro. In einem ersten Schritt würde auch das Komturei-Gelände von den Sanierungen profitieren.

Werben - „Zwischen 2017 und 2021 wurden alle unsere Förderanträge für den Bereich Städtebau abgelehnt“, fasste Kuhlmann die aus Sicht der Stadt wenig erfreuliche Entwicklung der vergangenen Jahre zusammen. Erstmalig hat sich die Stadt Werben nun für das Programm „Lebendige Zentren“ beworben (AZ berichtete) und hofft hier auf einen Zuschlag.

Wolfgang Trösken (Bürger in Behrendorf/Werben) bat darum, dass die einzelnen Vorhaben, die mit dem Förderantrag bedacht werden, genauer aufgeschlüsselt werden. Er sehe hier ein Informationsdefizit und den Stadtrat dahingehend übergangen, als dass er nicht genau wisse, welche Vorhaben mit den Fördermitteln finanziert werden sollen.

Ähnlich äußerte sich Michael Schnelle (CDU): „Früher gab es eine Prioritätenliste.“ Er bedauerte, dass dies inzwischen seit mehreren Jahren nicht mehr der Fall sei.

Von Bürgermeister Bernd Schulze (UWG) und Amtsleiterin Kuhlmann kam Widerspruch zu der Kritik an der vermeintlich unzureichenden Informationspolitik gegenüber dem Stadtrat. „Die Maßnahmen sind alle im ISEK festgeschrieben“, verwies Kuhlmann auf das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Auch Schulze äußerte sich dahingehend, dass dem Stadtrat die Vorhaben bekannt seien.

Sollte das Fördergeld bewilligt werden, könnten mit den Finanzmitteln das Verwalterhaus auf dem Komtureigelände, das als Wiege des Johanniterordens gilt, sowie die Großscheune Kirchplatz 8 saniert werden. Wie Bauamtsleiterin Kuhlmann sagte, ist eine Neuigkeit bei dem für dieses Jahr aufgelegten Förderprogramm, dass das Thema Klimaschutz eine größere Rolle einnehmen soll. „Die beantragten Maßnahmen Kirchplatz 6 (Verwalterhaus) und Kirchplatz 8 (Großscheune) tragen diesem Ziel in besonderem Maß Rechnung“, heißt es wörtlich in dem Förderantrag, der aber noch nicht bewilligt worden ist.

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