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Weiterer Wohnraum in Arneburg geplant: Zugezogene bevorzugt willkommen

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Von: Tobias Henke

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In diesem Bereich soll das neue Wohngebiet in Arneburg entstehen
Ein Blick ins Nichts: In diesem Bereich in der Nähe des alten Bahnhofes soll das neue Wohngebiet entstehen. Insgesamt sind dort nach derzeitigem Stand 250 Wohneinheiten geplant. © Henke, Tobias

Innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre soll in der Nähe des alten Bahnhofes in Arneburg ein neues Wohngebiet entstehen. Im Stadtrat wurde am Dienstagabend sowohl über eine baurechtliche Änderung diskutiert als auch über die Frage, wer dort nach Möglichkeit wohnen soll. Gleich zwei Beschlüsse fasste der Stadtrat zu dem Wohngebiet.

Arneburg – „Es ist unser Ziel, dass dort vorwiegend Zuzug ermöglicht wird und niemand, der jetzt schon in Arneburg wohnt, dort hinzieht. Dann ist die Innenstadt tot“, wurde Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) deutlich. Er verwies auf Negativbeispiele aus Stendal, wo etwa die Errichtung des Wohngebietes Stadtsee dazu geführt habe, dass die Innenstadt ausblute.

Auf Nachfragen aus dem Plenum, wie er denn verhindern wollte, dass jemand aus der Arneburger Kernstadt in die Wohnanlage ziehen, sagte Riedinger, dass man dies rechtlich nicht verhindern könne, es aber wünschenswert sei, dass dies passiere. Die Wohnungen, die in der Nähe des alten Bahnhofes errichtet werden sollen, werden von einem Investor gebaut. Dieser investiert auch in das Arneburger Gewerbegebiet. „Die haben also auch ein Interesse daran, dort Wohnungen für ihre Mitarbeiter zu schaffen“, so Riedinger gestern zur AZ.

Der Stadtrat hat einen Aufstellungsbeschluss zum Wohngebiet am alten Bahnhof aufgehoben. Grund hierfür ist, dass sich ein neuer Geltungsbereich ergeben hat. Es hat sich herausgestellt, dass einige Grundstückseigentümer nicht an den Investor verkaufen wollen“, erläutert Riedinger. Als Reaktion darauf wurde der Bereich, in dem das Wohngebiet errichtet werden soll, nun geändert. Carsten Sommer (BI Arneburg) warf die Frage auf, wie denn die Lebensmittelversorgung sichergestellt werden soll, wenn die neuen Wohnungen stehen. „Der NP-Markt reicht dann nicht mehr aus.“ Riedinger erwiderte, dass dabei auch berücksichtigt würde, dass der vorhandene Markt womöglich schließen müsste, wenn sich ein weiteres Lebensmittelgeschäft in direkter Nähe ansiedeln sollte. „Mittelfristig wird sich die Frage aber stellen, wo ein geeigneter Standort für einen neuen Markt sein könnte.

Bis die Bauarbeiten tatsächlich beginnen können, wird es noch dauern. Dafür ist dann ein Bebauungsplan erforderlich. Laut Riedinger soll das Wohngebiet nach und nach wachsen. Ziel ist es, dass die geplanten Wohneinheiten nicht alle auf einmal gebaut werden.

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