1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arneburg-Goldbeck

Ein Pfund für den Tourismus in Werben

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Tobias Henke

Kommentare

Ein Blick auf den Marktplatz in der Altstadt von Werben
In der Hansestadt Werben soll es auch in Zukunft keine Windräder geben. In der Innenstadt, mit ihren vielen denkmalgeschützten Gebäuden wäre dies ohnehin kein Thema gewesen. © Hartmann, Stefan

Die Verabschiedung des Teilflächenplans Wind durch den Verbandsgemeinderat ist für die Hansestadt Werben nicht relevant, denn es existiert ein Stadtratsbeschluss, mit dem sich die Verwaltung gegen die Möglichkeit ausspricht, Windräder in Werben aufzustellen. Überlegungen, dies zu ändern, gibt es zurzeit nicht. Bürgermeister Bernd Schulze sieht in dem Verzicht einen Standortvorteil, mit dem man beim Tourismus punkten könnte

Werben - „Selbst aus Berlin kommen Leute hier hin und kaufen sich eine Zweit- oder Ferienwohnung. Ich glaube kaum, dass dies passieren würde, wenn hier Windräder stehen würden“, ist er überzeugt. In der denkmalgeschützten Altstadt sei es ohnehin nicht möglich. Windräder aufzustellen. Der Beschluss bezieht sich allerdings auf sämtliche Flächen in der Gemeinde, die sich im Besitz der Stadt befinden. „Sollten sich Landwirte dazu entscheiden, auf ihren Flächen Windräder zu bauen, würden wir entsprechende Anträge natürlich prüfen“, sagt Schulze, der durchblicken lässt, dass er generell kein großer Freund von Windenergie ist. Da werden Flächen versiegelt und Beton in die Erde gegossen, das kriegen Sie nie wieder raus“, glaubt Schulze, dass der Rückbau von Windrädern nur begrenzt möglich ist.

Anders sieht es beim Thema Solarenergie aus. „Wir haben ja mehrere Dächer öffentlicher Gebäude, auf denen Solarenergie installiert ist“. Hier sei auch eine Zunahme in den kommenden Jahren denkbar.

Bei Windenergie dagegen soll der Status quo bestehen bleiben. „Der Beschluss damals, sich gegen Windenergie zu entscheiden fiel zwar knapp aus, aber er hat Bestand. Mit dem Teilflächenplan Wind hat die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck den rechtlichen Rahmen für die Zukunft gesetzt. Sie weist dort Gebiete aus, in denen Windenergie möglich ist. Das letzte Wort haben hier jedoch die Mitgliedsgemeinden, die selbst entscheiden können, ob sie den Vorhaben zustimmen. Die Entscheidung erfolgt jeweils im Rahmen eines Bebauungsplanes. Werbens Bürgermeister sieht eine Abwägung, die es geben müsse. Das Stadtbild einerseits und die Möglichkeit finanzieller Beteiligung andererseits. Auf freiwilliger Basis können die Betreiber der Windräder die Kommunen an den Einnahmen beteiligen. Bestrebungen des Werbener Stadtrates, den damals gefassten Beschluss noch einmal zu ändern, gebe es derzeit nicht.

Auch interessant

Kommentare