1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arneburg-Goldbeck

Reaktion auf Flutkatastrophe

Erstellt:

Von: Tobias Henke

Kommentare

Eine Sirene auf einem Hausdach warnt bei Feueralarm und ähnlichem
Sirenen wie diese, die bei Gefahr die Bevölkerung warnen, gibt es im gesamten Bundesgebiet. In Beelitz soll eine moderne Anlage entstehen, die auch aus Magdeburg oder Berlin bedient werden kann. © © Andreas Rother

Der Arneburger Stadtrat hat einen Beschluss für die Installation einer Sirene im Arneburger Stadtteil Beelitz gefasst. Die Entscheidung, dies zu tun, liegt nicht zuletzt an der Flutkatastrophe im Ahrtal in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr.


Arneburg - Die Alarmierung der Bevölkerung hat damals ja leider nicht gut funktioniert“, sagt Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) gegenüber der AZ. Es sollen demnach überall in Deutschland Sirenen installiert werden, die auch überregional bedient werden können. „Für die geplante Anlage in Beelitz bedeutet dies dann, dass diese auch aus Berlin oder Magdeburg bedient werden kann.“ Nichts mit den Plänen zu tun habe demnach der bundesweite Alarmtag im vergangenen Jahr, betont Riedinger. Damals hatte der Landkreis Stendal insgesamt schlecht abgeschnitten (AZ berichtete).

Laut Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt ist die Verbandsgemeinde und nicht die einzelnen Mitgliedsgemeinden für das Thema Brandschutz zuständig und verantwortlich. Die Gemeinde Arneburg hilft mit einem Zuschuss jedoch bei der Finanzierung. Die Installation der Solaranlage erfolgt überwiegend über Fördergelder. Im Haushalt ist ein Zuschuss von bis zu 12 000 Euro vorgesehen. Dieser muss sehr wahrscheinlich jedoch nicht komplett abgerufen werden. Grund ist, dass die Verwaltung die Gesamtkosten auf 15 000 Euro schätzt und bereits eine Summe von 10 850 Euro an Fördergeld vorliegt.

Laut Beschlussvorlage, die am Dienstag den Stadtrat passierte, liegt für die 12 000 Euro ein Sperrvermerk durch die Kommunalaufsichtsbehörde vor. Wenn diese den Sperrvermerk aufhebt, kann die notwendige Summe ausgezahlt werden.

Im Alltag kommen Sirenen vor allem zur Alarmierung der Feuerwehr oder auch bei Extremwetterlagen zum Einsatz. Nicht in allen Fällen sind diese Töne einheitlich geregelt, jedoch haben sich die Bundesländer bei der Innenministerkonferenz darauf geeinigt, dass es sich bei den Warntönen um einen auf und abschwellenden Heulton handeln soll und wenn Entwarnung gegeben wird, soll ein einminütiger, gleichbleibender Heulton abgespielt wird. Darüber informiert das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz auf seinen Internetseiten.

Auch interessant

Kommentare