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Arneburg-Goldbeck: Kapazität der Betreuungsplätze deutlich gesunken

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Von: Tobias Henke

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Kinder der Tagesstätte Feldmäuse bei einer Veranstaltung mit ihren Erzieherinnen
Bei der Kinderbetreuung unterscheidet sich die Entwicklung bereitgestellter Plätze in Arneburg-Goldbeck teils deutlich von anderen Kommunen im Landkreis. © Mahrhold, Antje

Trotz einem stetigen Rückgang der Bevölkerung nimmt die Zahl der Betreuungsplätze in fast allen Einheits- und Verbandsgemeinden in den letzten Jahren zu. In der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck sieht dies im Detail anders aus.

Arneburg-Goldbeck – Die Zahlen sind dem Regionalmonitor des Landkreises Stendal zu entnehmen, der kürzlich veröffentlicht wurde. Landkreisweit ist die Zahl der Plätze seit 2014 kontinuierlich gestiegen. In Arneburg-Goldbeck dagegen sank die Zahl zwischen 2014 und 2018 von 773 auf 661 Plätze und stieg bis 2021 dann auf 705. „Seit 2017 haben wir keine Einrichtung geschlossen“, sagt Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos) mit Blick auf seine bisherige Amtszeit als Verwaltungschef.

Laut Regionalmonitor waren es 2014 noch 15 Einrichtungen, 2018 dann elf und 2021 zwölf Einrichtungen, in denen Kinder betreut werden. Mitgezählt werden hierbei nicht nur Kindergärten, sondern auch Horte, von denen es in der Verbandsgemeinde in Arneburg, Goldbeck und Iden insgesamt drei gibt. Zumindest die Entwicklung zwischen 2014 und 2018 zeigt dabei einen für den Landkreis Stendal ungewöhnlichen Trend, da in den meisten Einheits- und Verbandsgemeinden in dieser Zeit mehr Plätze geschaffen wurden und die Zahl nicht gesunken ist.

Schernikau erläutert, dass die für einzelne Einrichtungen ausgewiesenen Plätze nicht immer auch der real zu nutzenden Anzahl an Plätzen entspreche. „Es kommt durchaus vor, dass eine Einrichtung Platz für 70 Kinder hat, aber aufgrund der Personalsituation tatsächlich nur 50 Kinder betreut werden können.“ Dies sei daher einer der Gründe, warum die Zahl der Kita-Plätze zwischen 2014 und 2018 deutlich zurückgegangen sei. Die Verwaltung habe hier die theoretisch vorhandene Zahl der Plätze der tatsächlich vorhandenen Anzahl angepasst.

Horte und Kindertagesstätten in der Verbandsgemeinde weisen laut Schernikau aber alle eine Größe auf, dass derzeit keine Einrichtung gefährdet sei oder geschlossen werden müsse. Ob das auch mittelfristig so bleiben werde, müsse sich zeigen, da die Bevölkerung im gesamten Landkreis Stendal weiter schrumpfe. So wird derzeit beispielsweise bis zum Jahr 2030 ein Rückgang auf knapp 100 000 Einwohner erwartet. Derzeit leben in Ostaltmark und Elb-Havel-Winkel noch insgesamt rund 110 000 Einwohner.

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