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Idee Tempo 30 fährt ins Leere

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Von: Tobias Henke

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Die Stendaler Straße in Arneburg ist sehr stark befahren
Eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkw wird es für die Stendaler Straße nicht geben. Der Landkreis hat einen entsprechenden Wunsch der Stadt abgelehnt. Eine Änderung gibt es beim Parken- © Henke, Tobias

Immer mal wieder ist in den vergangenen Jahren das Thema Lärmbelästigung der Anwohner an der Stendaler Straße in Arneburg aufgekommen. Die Stadt Arneburg hat vor über einem Jahr einen Antrag gestellt, der vorsieht, dass nachts nicht nur für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, sondern auch für Pkw Tempo 30 gelten soll. Diesen Antrag hat der Landkreis abgelehnt. Zu einer Änderung wird es dagegen beim Thema Parken kommen. Diese hatte die Stadt beantragt, um während der Fußballspiele von Rot-Weiß Arneburg besser gewappnet zu sein.

Arneburg - Die ablehnende Begründung des Landkreises zur Reduzierung der Geschwindigkeit liegt der AZ vor. Wörtlich heißt es dort: „In diesem Bereich handelt es sich um eine ausgebaute Kreisstraße, die zur Aufnahme des Verkehrs geeignet ist. Eine Begrenzung auch für Pkw ist nicht angemessen“. Zudem wäre eine notwendige Beschilderung gar „irreführend“ , so der Landkreis, ohne dies zu Begründen. Auch auf das grundsätzliche Thema Lärmbelästigung geht der Landkreis in seiner Stellungnahme nicht ein. Die Stendaler Straße ist eine der am stärksten befahrenen Straßen in Arneburg. Sie wird insbesondere als Zufahrt von Lkw genutzt, die in Richtung des Arneburger Gewerbegebietes fahren. Etwas Arbeit kommt auf manche beschäftigte der Stadt nun auch auf Wochenenden zu, denn die Beschilderung in Bezug auf die Parkflächen wird nur an Spieltagen von Rot-Weiß Arneburg aufgebaut. Grund ist das hohe Zuschaueraufkommen während der Heimspiele. Die neue Beschilderung gilt für den Bereich von der Kreuzung Breite Straße/Bahnhofstraße bis zum Ende des Sportplatzes. „Parkmöglichkeiten und Halteverbote sollen sich alle 50 Meter abwechseln“, erläutert Riedinger die Überlegungen, die dahinter stehen. „Nach Beendigung der Veranstaltung ist die Ursprungsbeschilderung wieder herzustellen“, schreibt der Landkreis in seiner Antwort auf die Bitte der Stadt. Ursprünglich war geplant, die Änderungen zum Oktober 2021 umzusetzen, doch die Antwort des Landkreises verzögerte sich, obwohl sich Vertreter von Stadt und Landkreis bei einem Termin vor Ort im vergangenen Jahr auf die Neuregelung geeinigt hatten.

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