Ministerin weiht neuen Deckstall ein / Mehr Bewegungsfreiheit in der Gruppenhaltung

Idener Sauen sind jetzt glücklicher

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Ministerin Claudia Dalbert (r.) will, dass die Gruppenhaltung von Sauen perspektivisch überall Standard wird.

mei Iden. Im ostaltmärkischen Iden sind die Schweine jetzt glücklicher. Das findet zumindest Claudia Dalbert.

Die grüne Landwirtschaftsministerin hat gestern einen neuen Deckstall im Landes-Tierhaltungszentrum eingeweiht, in dem die Sauen nach der Besamung in Gruppen gehalten werden und nicht mehr wie bisher in Einzelhaltung in engen Metallkäfigen.

Auch die altmärkische Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking findet gut, dass man in Iden nun damit beginnt, mehr Tierwohl praktisch umzusetzen und den Sauen Bewegungsfreiheit und Kontakte zu anderen Tieren zu gewähren. „Das muss pers-pektivisch überall Standard werden“, fordert Frederking.

Sowohl sie als auch die Ministerin halten Kastenstände für nicht tiergerecht, da sich die Sauen kaum bewegen und sie ihr Sozialverhalten nicht ausleben können. Frederking begrüßt in diesem Zusammenhang, dass die Agrarministerkonferenz in dieser Woche einen Beschluss fassen will, Sauen in Zukunft nur noch in Gruppen zu halten.

In Iden werden die Sauen jetzt nur noch während der Besamung für drei bis maximal fünf Tage fixiert. Danach kommen sie in die Gruppenhaltung. Mit dem umgebauten Deckstall im Zentrum für Tierhaltung und Technik der Landesanstalt Iden gehe das Landwirtschaftsministerium mit gutem Beispiel voran.

Mit dem Schweinezüchterverband sei man sich grundsätzlich einig darüber, in eine zukunftsfähige Gruppenhaltung von Sauen umzusteigen, sagte Dalbert. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass ihr Ministerium den Umstellungsprozess über die sogenannte Premiumförderung des Agrarinvestitionsförderungsprogramms unterstützen kann.

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