Baustart in Arneburg eine Woche früher als erwartet: Vorbereitende Arbeiten für neuen Zwischentrakt in Gange

„Hurra, der Bagger ist jetzt endlich da!“

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Schuttbehälter, Technikcontainer und ein Bagger haben an der Ecke Staffelder Straße/Elbstraße Aufstellung bezogen. Anders als vom Bürgermeister Arneburgs erwartet, ist der Bautrupp eines Stendaler Unternehmens schon am 27. November aktiv geworden. „Sie haben vorfristig angefangen“, sagt das Stadtoberhaupt.

Arneburg. Viel zu bestaunen gibt es nun für die rund 130 Erst- bis Viertklässler der Grundschule Arneburg auch auf dem Pausenhof: Eine Woche früher als erwartet hat ein in der Kreisstadt Stendal ansässiger Betrieb mit vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung des neuen Verbindergebäudes begonnen.

„Sie haben vorfristig angefangen“, teilt Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) Dienstagabend dem Stadtrat das freudige Ereignis vom gleichen Vormittag mit.

Während das Baufeld für den vom Stendaler Planungsbüro „Planquadrat“ im Rahmen eines Ideenwettbewerbs entworfenen Zwischentrakt fünf Jahre nach den ersten Entwürfen hergerichtet wird, haben an der Ecke Elbstraße/Staffelder Straße eine Reihe von Schuttbehältern der Abbruchspezialisten aus der Rolandstadt sowie Technikcontainer eines Schönhausener Hoch- und Tiefbauunternehmens Aufstellung bezogen. „Hurra, der Bagger ist jetzt endlich da“, ruft ein Knirps der AZ beim mittwochvormittägigen Besuch am Rande des Baugeländes zu.

Für die Mädchen und Jungen von Direktorin Susann Schulze ist der Anblick von Metallabsperrzäunen zum Schutz vor der seit Februar 2017 klaffenden Lücke längst ein allzu gewohnter Anblick. Mit den Unannehmlichkeiten, die auch noch so lange ersehnte Bauvorhaben mit sich bringen, müssen Schüler, Lehrer, Eltern, das Hort-Team und alle weiteren Nutzer der Räume noch eine ganze Weile leben. Als Bauzeit seien eineinhalb Jahre geplant, hatte Planer Steffen Klug den zuständigen Fachausschüssen des Stadtrates vor wenigen Tagen versichert. Bis voraussichtlich spätestens Ende Mai sei der Rohbau des neuen Gebäudes fertiggestellt. Es wird die Grundschule an der Elbstraße mit der früheren Sekundarschule und einstigen Polytechnischen Oberschule Arneburg zu einem Gesamtkomplex zusammenfügen – und er wird die Lehrstätte der Elbestadt dank eines Fahrstuhls, der sechs Haltepunkte anfahren wird, vor allem auch barrierefrei machen.

Um die Investition in Höhe von 1,05 Millionen Euro hat es zuletzt heftig Streit gegeben. Zuletzt hatte die Stadt Arneburg den Neubau ohne Fördergeld über einen Kredit von ihrem Eigenbetrieb errichten wollen. Dagegen gab es dann aber erst ein Einschreiten der Kommunalaufsicht und danach dann mit Inkrafttreten der neuen Kommunalverfassung im Sommer ein neues Hickhack um Zuständigkeiten. Letztlich erteilte die zuständige Aufsichtsbehörde im August dann ihr Okay, indem es den Arneburgern mit einer „Einzelfallentscheidung“ erlaubt hat, selbst Bauherr sein zu dürfen. Angesichts der Neubaupläne in den zwei anderen beiden Schulstandorten der Verbandsgemeinde – in Goldbeck und in Iden – dürfte der Baustart an der Elbe aber mit Argusaugen beobachtet werden.

Von Antje Mahrhold

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