Fällarbeiten wahrscheinlich

Handlungsbedarf an der Hangkante: Bruchstelle am Arneburger Erholungsfaktor

An der Kante des Arneburger Hangs nahe der  Straße zum Fähranleger ist zu einem Abbruch gekommen.
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Absturz an Hangkante Arneburg
  • Antje Mahrhold
    vonAntje Mahrhold
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Arneburg – Kurz nach Sperrung des Auenpfads durch das Biosphärenreservat Mittelelbe wegen der Gefahr von Ast- und Baumsturz als Folge jahrelanger Trockenheit (AZ berichtete) hat sich mitten im Landschaftsschutzgebiet „Arneburger Hang“ eine weitere Bedrohungssituation gebildet.

„Es gab einen Abbruch direkt an der Hangkante“, informiert der Bürgermeister des Elbeorts am Dienstag den Stadtrat. An der Bruchstelle, die sich an der Gabelung befindet, an der die Elbstraße zur Straße „An der Elbe“ in Richtung Fähranleger wird, herrsche derzeit jedenfalls „akute Gefahr“, schildert Lothar Riedinger (CDU) dem Gremium eine Begebenheit, die in seinem Zuständigkeitsgebiet immer wieder mal an der Tagesordnung ist.

Bereits ein Bild vom Schaden hätten sich Verantwortliche vor Ort gemacht. Bei dem Treffen seien Vertreter des Biosphärenreservats Mittelelbe, der Revierförsterei und des Eigenbetriebs der Stadt Arneburg zugegen gewesen. Vorläufiges Ergebnis dieser Besprechung sei es, dass an der Bruchstelle dringend Handlungsbedarf bestehe. Womöglich müssten Bäume gefällt werden, die dort „zu schräg“ stehen würden. Nach Ostern solle es am 8. April einen weiteren Vor-Ort-Termin geben. Die nötigen Arbeiten dort seien aber generell „nicht ganz einfach“, erläutert das Stadtoberhaupt.

„Dem Gebiet kommt eine wichtige Landschaftserlebnis- und Erholungsfunktion zu“, heißt es in einer Verordnung des Landkreises Stendal, mit dem der „Arneburger Hang“ amtlich behütet wird. Das Landschaftsschutzgebiet beinhaltet einen markanten Steilhang, der eine „ausgezeichnete Fernsicht über die Elbtalaue“ biete. Das Steilufer ist etwa 30 Meter hoch. Dabei handelt es sich um den einprägsamen Osthang der Arneburger Platte, welcher steil zum Elbtal abfällt. Geformt wurde das Gebiet durch pleistozäne Vorgänge während der Saale-Kaltzeit sowie durch geomorphologische Prozesse der Gegenwart. Die Arneburger Platte besteht aus altpleistozänen Geschiebelehmen sowie Geschiebemergeln. Sie bricht mit einem von Erosionsschluchten gekerbten Steilhang zum Elbe-Urstromtal ab. Am Steilhang, an dem Geschiebemergel direkt zutage tritt, ist seit sechs Jahren die seinerzeit zum Start der Bundesgartenschau in der Havelregion eröffnete Aussichtsplattform montiert.

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