Erster Abschnitt der Teilsanierung im Werbener Sport-Domizil vollendet

Hallen-Party feiert Wärme

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Kernstück der „Energetischen Sanierung“ ist der Einbau neuer Fenster. Wärmedämm-Putz ist für den Westgiebel angekündigt. Am 5. Oktober wird in der Turnhalle gefeiert.

Werben. Nach ersten Handgriffen im Dezember vor zwei Jahren kann die große Sport-Party in der weltkleinsten Hansestadt in einer Woche übers Parkett gehen.

Anlass für das körperbewegende Treiben am Freitag, 5. Oktober, ab 18 Uhr, rund um ein traditionelles Volleyball-Turnier ist, dass in der Wettkampfstätte am Alten Bahnhof der erste Bauabschnitt einer immerhin rund 100.000 Euro teuren Teilsanierung des städtischen Domizils vollendet ist. Und das muss gefeiert werden, freut sich der Bürgermeister und Vorsitzende des gastgebenden Vereins Rot-Weiß Werben auf einen sportlichen Höhepunkt, dem die Kleinstadt im hohen Landkreisnorden besonders in kalten Zeiten entgegengefiebert hat.

Bernd Schulze

Denn als Bernd Schulze (UWG) mithilfe eines MDR-TV-Teams 2016 unter anderem einen Großsponsor aus der Kreisstadt dafür gewann, für mehr Wärme in der Werbener Turnhalle zu sorgen, die aus dem früheren Lokschuppen hervorgegangen ist, hatte das damalige Vize-Stadtoberhaupt mit dem Einbau einer Gasheizung dafür gesorgt, ein Stück Vorarbeit für die im Sommer gestartete Teilsanierung zu leisten.

Unter dem amtlichen Titel „Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete“ floss Geld aus dem Landwirtschaftsfonds „Eler“ von Brüssel nach Werben, nachdem Schulze persönlich Ende vorigen Jahres während seines Wahlkampfs für das Bürgermeisteramt nach der Abwahl seines Vorgängers Wolfgang Tacke an der aufwendigen Beantragung mitgewirkt habe. Der Förderbescheid traf im Frühjahr kurz nach Schulzes Amtsantritt ein.

Da es sich um eine sogenannte „Energetische Sanierung“ handelt, lag der Schwerpunkt der Arbeiten auf dem Einbau neuer Fenster sowie eines speziellen Dämmputzes am Westgiebel. Dort galt eine Wand des früheren Lokschuppens als größter Wärmefresser. Mit der Teilsanierung soll auch der Betrieb der Nachtspeicheröfen Geschichte sein, wodurch die Hansestadt als Eigentümer der Halle darauf hofft, dass sich die bisherigen rund 20 000 Euro Unterhaltungskosten im Jahr deutlich minimieren. Schulze rechne damit, dass die Halle nach Abschluss des ersten Bauabschnitts nur rund 12 000 Euro an Kosten pro Jahr verursacht, wie er jüngst im Bau-Ausschuss des Stadtrates erläutert hatte. Auf die Einweihungsparty sei er auch vorbereitet, weil ein Wildschwein dafür bereits im Gefrierschrank bereitliege. Eingeladen zum Turnhallen-Fest sind Sponsoren, Firmen, Vertreter des Fördergeldgebers und der Verwaltung, die Mitglieder von Rot-Weiß und alle Interessierten.

Für die Turnhalle ist bis Juni 2019 mit „Jobperspektive 58+“ ein weiteres EU-Sportstätten-Förderprogramm aktiv.

Von Antje Mahrhold

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