Bauteil aus früherer Fähre verschwunden /Hafenfest-Ausrichter wollen die Polizei einschalten

Hafenfreunde beklagen Seilwinden-Verlust

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Nur ein leeres Fundament findet sich derzeit am Buhnenhaken in Werben, wo die Slipanlage ihren Platz hatte. 

tje Werben. Nach dem Verschwinden einer Stiftertafel von 1580 aus einem Nebengelass des Pfarrhauses in Werben ist es in der weltkleinsten Hansestadt zu einem weiteren dubios anmutenden Verlust gekommen.

Anders als vor einer Woche, als das Fehlen einer ein Meter mal 50 Zentimeter großen Holzschnitzerei als Teil eines Grabsteindenkmals (Epitaph) aus der Johanniskirche durch das Polizeirevier Stendal gemeldet wurde, handelt es sich beim zweiten Abhandenkommen um einen Gebrauchsgegenstand der maritimen Welt.

Die Kurbel ist rot und das Gehäuse grün lackiert.

Offensichtlich mit Fachverstand abmontiert worden sei die Seilwinde am Buhnenhaken, teilen die Hafenfreunde Werben der AZ mit. Das etwa 40 Köpfe zählende Gremium existiert seit 2013. Es richtet seitdem alljährlich im Juli das Werbener Hafenfest aus, das zuletzt um das traditionelle Fischerstechen erweitert wurde.

Das technische Gerät sei ein Bestandteil der früheren Werbener Fähre. Mithilfe der Slipanlage, die mit Kurbel, Rollen, Zahnrädern und Gleitlagern ausgestattet ist, können Bootsbesitzer ihre Wasserfahrzeuge in die Elbe hinein und aus ihr heraus ziehen, also slippen. Die Hafenfreunde wollen den Seilwinden-Verlust jetzt bei der Polizei anzeigen.

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