Ordnungsamt der Verbandsgemeinde startet Aktion gegen illegalen Abfall im hohen Norden

„Haben die Müllsünder im Visier“

Arneburg-Goldbeck/Werben. Immer teurer wird das Müllproblem, das die weltkleinste Hansestadt in ihrem winzigsten Ortsteil hat. Illegale Abfallsünder treiben verstärkt in Neu-Werben ihr Unwesen, hat das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde registriert.

Die Kolonie befindet sich auf dem Mitteldeich, der die Elbe von der Havel trennt. In der Nähe befinden sich die ostelbischen Orte Havelberg, Quitzöbel und Nitzow. Die Kolonie entstand anno 1770, als die Mündung der Havel erstmals verlegt worden ist.

Karsten Rottstädt.

„In der Nähe Ortsteils Neuwerben kam es in den letzten Wochen vermehrt zu illegalen Müllablagerungen durch derzeit Unbekannte“, teilt Arneburg-Goldbecks oberster Ordnungshüter der AZ mit. Karsten Rottstädt empfiehlt, „das gute Annahmesystem des Landkreises“ zu nutzen, wo Elektroschrott, Sperrmüll und ähnliche Abfälle ordnungsgemäß entsorgt werden könnten. „Den Müll in die Natur zu kippen, ist daher nicht nur rücksichtslos, sondern auch verboten“, betont er. Und kündigt an: „Wir haben die Müllsünder im Visier.“

Die Hansestadt Werben sei „sehr bemüht“, ihre kommunale Anlagen zu pflegen und in Ordnung zu halten. Rottstädt: „Die illegalen Ablagerungen im Außenbereich geben nicht nur ein falsches Bild unserer schönen Region, sie belasten auch alle Einwohner finanziell. Der so entsorgte Müll muss auf Kosten der Allgemeinheit eingesammelt und entsorgt werden.“ Um der Sache Herr zu werden, bittet der Amtsleiter um Mithilfe. „Bitte informieren Sie die Polizei oder das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, sofern Sie eine solch illegale Müllablagerung feststellen“, ruft Rottstädt zur Wachsamkeit auf.

Um den illegalen Müll auf dem Gebiet von Neu-Werben hatte sich vor einigen Monaten auch der damalige Bürgermeister der weltkleinsten Hansestadt höchstpersönlich gekümmert. Wolfgang Tacke sei dort im Rahmen einer privaten Unternehmung auf wilden Abfall gestoßen, den er eigenhändig weggeräumt habe, hatte der Amtsträger seinerzeit der AZ mitgeteilt und mithilfe von selbst angefertigten Fotos dokumentiert.

Neu-Werben liegt am Elberadweg. Der Ort zählt nicht mal ein Dutzend Einwohner. Nur an den Wochenenden sind in der Kolonie oft mehr Gäste als Einheimische.

Von Antje Mahrhold

Rubriklistenbild: © dpa

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