Agrarsoziale Gesellschaft klärt über „Lebensqualität im Dorf“ auf / Gartenakademie vergibt „NaTür“-Zertifikat

Der Gutshaus-Park ist reif fürs Siegel

Zierapfel vor historischer Krusemarker Kulisse: „Prüfung bestanden“, urteilt Christa Ringkamp (r.), was Verena Schlüsselburg und Eike Trumpf begeistert hat. Vor 800 Jahren hatte die Ritterfamilie von Krusemark dort Besitz. Das Gutshaus ist 150 Jahre alt. 

Hohenberg-Krusemark. Wo stachelige Einzelgänger am Katzennapf naschen und sich Zierapfel-Büsche herbstrot unter prächtigen Bäumen im Ostaltmarkwind wiegen, hat Christa Ringkamp einen Titelanwärter diagnostiziert.

Die Landschaftsarchitektin aus Berlin inspiziert Mittwochvormittag bei leichtem Nieselregen den Park des Gutshauses Krusemark, weil es gilt, das Zertifikat „NaTür – Natur beginnt vor der Tür“ zu vergeben.

„Prüfung bestanden“, sagt die Präsidentin der European Garden Association, als sie mit dem Vorsitzenden des Kulturfördervereins „Östliche Altmark“, Eike Trumpf, und Verena Schlüsselburg als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe „Mittlere Altmark“ (LAG), das Gutshausgrün abschreitet. Das Trio ist damit aber nicht nur auf Zertifikatstour und sieht einer Auszeichnung entgegen, die schon mehr als 225 Grüne Zonen, darunter der Stadtpark Tangerhütte, die Kindertagesstätte in Hohenwulsch, ein Privatgarten in Garlipp und die Sparte „Völkerfreundschaft“ in Bismark bekommen haben. Voraussetzung ist unter anderem, dass kein Torf Tabu ist und Schädlinge nicht gespritzt werden, erläutert Ringkamp.

Unter Regie der Agrarsozialen Gesellschaft organisiert das Beiratsmitglied der Gartenakademie Sachsen-Anhalt, die ihren Sitz auf Gut Zichtau (Gardelegen) hat, am Mittwoch, 18. Oktober, im Krusemarker Gutshaus für die Aktion „Natur im Garten“ das Seminar „Mehr Lebensqualität im Dorf durch naturnahes Gärtnern“, für das sich Interessierte bis 16. Oktober unter Tel. (03907) 777 7114 anmelden können. Ab 9 Uhr hören die Teilnehmer vormittags vier zunächst Fachvorträge, speisen mittags regionale Kost, erweitern ihre Natur- und Gartenkenntnisse nachmittags im „Worldcafe“ an vier Thementischen und können sich abends bei einem Kamingespräch austauschen. „Wir wollen Kontakte intensivieren und neue herstellen“, freut sich LAG-Chefin Schlüsselburg.

Von Antje Mahrhold

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