An Co2-Ampeln gewöhnt / Heizkörper nicht lieferbar

Grundschule Arneburg: Corona verschärft Heizproblem

Einer der Räume des Horts der Arneburger Grundschule.
+
Die Zimmer der Arneburger Grundschule wie dieser Hortraum, die bereits überwiegend fertiggestellt sind, können sich durchaus sehen lassen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
    schließen

Die Bauarbeiten an der Arneburger Grundschule gehen auf die Zielgerade. Aktuell sind jedoch die Heizkörper nicht lieferbar. Bis es Ende Oktober so weit ist, musste eine Übergangslösung gefunden werden. 

Arneburg – „Ich bin nicht nur Schul-, sondern auch Bauleiterin“, scherzt die Schulleiterin der Arneburger Grundschule, Susann Schulze, bei einem Kurzvortrag zum Schulstart im Schul- und Sozialausschuss der Verbandsgemeinde. Einige Teile des Neubaus an der Arneburger Grundschule wirken auf den ersten Blick einzugsbereit, wie sich bei einer anschließenden Besichtigung des Gebäudes zeigt. Doch der Eindruck bleibt nicht lange bestehen. In den Fluren und Räumen stehen Kisten und Unterrichtsmaterialien, die wegen der weiterhin laufenden Baumaßnahmen noch nicht an ihren endgültigen Platz können. Zum Jahreswechsel soll alles fertig sein – zumindest baulich. „Bis wir alles hingeräumt haben, wird es noch länger dauern“, erklärt Schulze.

Während es oft möglich ist, sich um die Arbeiten herum zu organisieren, habe sich in den ersten kalten Tagen nach der Sommerhitze doch deutlich gezeigt, dass derzeit auf einer Baustelle unterrichtet wird. Die vorgesehenen Heizkörper sind aktuell nicht lieferbar. „Das ging gar nicht“, stellt Schulze fest. Aber glücklicherweise mussten die Schüler und ihre Lehrkräfte nicht lange mit der Situation leben. Kurzerhand wurden die noch vorhandenen alten Heizkörper in den Fluren abmontiert und und in den Klassenräumen angeschlossen. Das sei zwar nicht so gedacht, wie Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau erklärte, aber erst mal eine Möglichkeit. Natürlich könne das nur eine Übergangslösung sein. Deren Ende sei jedoch bereits absehbar. Voraussichtlich Ende Oktober sollen die neuen Heizkörper geliefert werden. Die dafür notwendigen Leitungen sind bereits verlegt.

Insbesondere im Hinblick auf die anhaltende Corona-Lage nehmen die Themen Heizen – und Lüften – einen besonderen Stellenwert ein. Pünktlich zum Schuljahresbeginn hätten alle Schulen der Verbandsgemeinde mit Co2-Ampeln ausgestattet werden können, stellt Schernikau fest. Anfangs seien sie noch mit ihrem Warnpiepsen eine Ablenkung gewesen, berichtet Schulze. Mittlerweile hätte sich das System jedoch gut eingespielt. „Wenn es piept, springen die Schüler schon von alleine auf und machen die Fenster auf“, erklärt sie weiter. Bedenken gebe es jedoch mit dem anstehenden Winter und besonders kalten Tagen. Das einzige, was da helfe, sei das Zwiebelprinzip, stellt die Schulleiterin fest.

Probleme gebe es außerdem mit dem Spielplatz, der mittlerweile benutzbar ist. Die kleinen Steinchen im Randbereich hätten sich jedoch nicht als gute Lösung erwiesen. Zwar sei der Schulhof dank diesen jetzt trockener, so wie geplant, jedoch ließen sie sich schwer wieder an ihren Bestimmungsort fegen, wenn sie von zahlreichen Kinderschuhen verteilt werden.

Ein weiterer Wunsch wurde vom Hort angemeldet, der gerne eine Kinderküche hätte, teilt der Verbandsgemeindebürgermeister den Ausschussmitgliedern mit. „Das wäre eine heftige Investition“, gibt er jedoch auch zu bedenken. Zum Abschluss der Bauarbeiten könne nicht damit gerechnet werden. Allerdings wolle man versuchen, die entsprechenden Anschlüsse dafür in den Wänden zu lassen, um das nachrüsten zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare