Nach dem Sieg Stendaler Studenten mit Zuckerhallen-Konzept soll Boulderwand gebaut werden

Goldbeck lädt bald zum Klettern ein

Beim Bouldern ist kein Partner zum Sichern nötig. In der Goldbecker Zuckerhalle soll mehrere Meter hoch geklettert werden können. Unten liegen Absprungmatten. Bouldern wird immer beliebter und gilt als gesunder Kraftsport.

Goldbeck. Für gesunden Kraftsport an historischer Stätte im Uchtedorf wollen Goldbecks Gemeinderäte am 6. November die Hand heben:

So wird nach dem Sieg der Stendaler Studenten Markus Jürisch, Tilman Alder, Clara Höfle und Julian Kirschning für ihre Facharbeit zur Zukunft der Goldbecker Zuckerhalle (AZ berichtete) im Gemeindebüro hinter geschlossenen Türen der Bauauftrag für die Errichtung einer Boulderwand ausgelöst.

Dabei handelt es sich um eine Kletterwand, auf der es möglich ist, mehrere Meter in die Höhe zu „bouldern“, ohne dass es einen Partner braucht, der den Kletternden sichert. Auf dem Boden liegen zum Schutz spezielle Absprungmatten. Der Klettersport Bouldern hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung entwickelt.

Im Zuge des Studenten-Beitrags „Entwicklung von Nutzungskonzeptionen für die Zuckerfabrik in Goldbeck“ waren Kontakte zu Vereinen und Institutionen in und um Goldbeck hergestellt und Gespräche mit Vertretern von Grundschule, Hort, Sekundarschule und Kindertagesstätte in Goldbeck geführt worden. Mithilfe des Konzepts wurden 275 000 Euro Fördergeld bewilligt. Die Sanierung der Außenhülle der Zuckerhalle wird vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark (ALFF) als Beitrag zur Dorfentwicklung und über das Programm „Landaufschwung“ der Innenausbau finanziert.

Erste Arbeiten am Dach sind bereits in Gang. Eingebaut werden sollen neue Schweißbahnen, geplant sind auch neue Regenfallrohre, die Kosten werden dafür mit rund 115 000 Euro veranschlagt.

Das Backsteinobjekt gilt als letztes Zeugnis Goldbecker Industriekultur. Es soll zur Multifunktionshalle umgebaut werden. Erbaut wurde es in den 1930er Jahren. Geplant ist ein Saal für Veranstaltungen sowie ein Indoorspielplatz, der mit nun zur Debatte stehenden Boulderwand erste Züge annimmt. Die Zuckerfabrik hat das Leben der Goldbecker über 100 Jahre lang maßgeblich beeinflusst.

Auf der Ratssitzung am kommenden Montag entscheidet das Gremium um Bürgermeister Torsten Dobberkau auch eine Reihe weiterer Zuckerhallen-Investitionen. Vergeben werden laut Tagesordnung Aufträge für Elektroinstallationen, die Errichtung einer Toilettenanlage sowie Fußbodenarbeiten für den Bereich „Markthalle“ und Sanitärinstallationsmaßnahmen.

Von Antje Mahrhold

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