Großinvestition Breitband-Internet nimmt wieder Fahrt auf / Frostbedingte Pause seit Weihnachten

Arneburg: Glasfaser-Alarm an der Elbstraße

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Im Frühjahr soll die Ersten ans Netz: Am Morgen nachdem der Wirtschaftsminister in Salzwedel 4,3 Millionen Euro für den Zweckverband Breitband überreicht hat, liegen die Glasfaserkabel an der Elbstraße in Arneburg für den Einzug in den Untergrund bereit.

Arneburg. Nach der Kritik im Stadtrat und seit Übergabe des 4,3 Millionen-Euro-Förderbescheids durch Wirtschaftsminister Armin Willingmann in dieser Woche (AZ berichtete) wirkt ein Tross von Horizontalbohrspül-Experten im Erdreich der Elbestadt.

Die Mitarbeiter eines Spezialbetriebs aus dem Landkreis Teltow-Fläming treiben über eine Bohrlafette ein Gestänge in den Untergrund, um städtisches Pflaster zu schützen.

Aktuell frisst der steuerbare Bohrkopf, der das Gestein mit einem Ton-Wasser-Gemisch verdrängt, vor dem Eingang der Grundschule Strecke. Die schwere Maschine will für mehr Bandbreite sorgen, wie es sich der Zweckverband auf die Fahnen geschrieben hat. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Nachbarschaft Arneburgs entlang der Kreisstraße von Hohenberg-Krusemark nach Groß Ellingen. Dort hat ein großes Bauunternehmen aus Osterburg parallel zur Fahrbahn einen Graben für das Glasfaser-Kabel geschachtet.

„Neben dem Anschluss von Privathaushalten und Unternehmen an das schnelle Internet liegt der besondere Schwerpunkt der Förderung in der Anbindung aller Schulstandorte mit Glasfaser“, erklärt ein Sprecher des Ministers. Und die Presseabteilung des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) erklärt, dass die ein Rohrverbundsystem für die Glasfaser-Trasse von Schwarzholz nach Hohenberg-Krusemark noch nicht geliefert sei. Auch würden die Arbeiten an der rund 15 Kilometer langen freien Strecke „kontinuierlich und zeitintensiv“ von Archäologen begleitet.

An den Tiefbauarbeiten sind laut ZBA insgesamt drei Unternehmen beteiligt. Für die Herrichtung des Technikstandorts, auf dem am Arneburger Pappelweg im April/Mai ein Container montiert wird, zeichnet ein Stendaler Betrieb verantwortlich. Ein weitere Firma erledigt das Spleißen, also das Verbinden der Glasfasern. „Nach derzeitigem Stand können erste Haus-Anschlüsse im Frühjahr freigeschaltet werden“, teilt ein ZBA-Sprecher mit.

Von Antje Mahrhold

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