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LED-Lampen deutlich teurer

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Von: Tobias Henke

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Der in Schwarzholz entstehende Radweg lässt noch etwas auf sich warten
Der geplante Radweg zwischen Hohenberg-Krusemark und Schwarzholz lässt voraussichtlich auf sich warten. Dafür eingeplante Finanzmittel werden nun zum Teil für den Ausbau der Straßenbeleuchtung genutzt. © Mahrhold, Antje

Hohenberg-Krusemark – Der letzte von vier Abschnitten zum Ausbau der Straßenbeleuchtung in Hohenberg-Krusemark wird deutlich teurer als erwartet. Der Gemeinderat wird sich in seiner kommenden Sitzung mit einer überplanmäßigen Ausgabe beschäftigen: Eigenmittel, die für den Bau eines Radweges im Haushalt vorgesehen sind, werden für die Straßenbeleuchtung genutzt.

„Es ist leider sehr unwahrscheinlich, dass wir für den Radweg zwischen Krusemark und Schwarzholz in diesem Jahr Fördermittel erhalten“, erläutert Bürgermeister Dirk Kautz gegenüber der AZ. Aus diesem Grund wird ein Teil der 63 100 Euro, die für den Ausbau vorgesehen sind, für den Ausbau der Straßenbeleuchtung genutzt.

Konkret geht es um eine Summe von 35 881,71 Euro. Die überplanmäßige Ausgabe ist deshalb erforderlich, da sich die ursprünglichen Kosten um rund 50 Prozent verteuert haben. Für die Straßenbeleuchtung des vierten Abschnittes, der den Bereich Hauptstraße, Ellinger Straße, Friedensstraße und Eichstraße umfasst, wurden 2020 70 000 Euro in den Haushaltsplan 2022 eingestellt. Aufgrund von deutlich gestiegenen Material- und Lohnkosten habe diese Summe nicht mehr ausgereicht, sodass nun der Beschluss zur überplanmäßigen Ausgabe notwendig geworden sei, heißt es in der Beschlussvorlage, die in der Sitzung am Mittwoch, 15. Juni, Thema im Gemeinderat wird. Dieser tagt im Dorfgemeinschaftshaus in Schwarzholz. Die vollständige Umstellung auf LED-Leuchten hat laut Bürgermeister Kautz nur Vorteile mit sich gebracht. Kautz begründet diese Sichtweise auch. „Die Lampen halten länger, müssen nur ganz selten ausgewechselt werden“. Auch die Anbindung an das Stromnetz sei bei LED-Leuchten einfacher als bei anderen Straßenlampen.

Zu den Kosteneinsparungen für die Gemeinde kann Kautz noch keine Angaben machen, schließlich ist der Ausbau in den drei abgeschlossenen Gebieten noch nicht lange her, sodass es hier noch keine Daten gibt, wie etwa für die Frage, ob die Explosion der Strompreise die Ersparnis durch den geringeren Verbrauch bereits aufgefressen habe oder nicht.

Für den Bau des Radweges zwischen Hohenberg-Krusemark und Schwarzholz hofft Kautz, dass eventuell im kommenden Jahr ein Förderantrag mehr Erfolg haben wird. „Wir werden es wieder versuchen“, kündigt er bereits die mögliche Beantragung eines neuen Förderantrages an. Auch in dem aus seiner Sicht unwahrscheinlichen Fall, dass die Mittel schon in diesem Jahr bewilligt werden, sieht er die Gemeinde in der Lage, den Eigenanteil für den Ausbau weiterhin zu stemmen.

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