Gemeinde Hassel soll Novum absegnen: 15.000 Euro für Löschwasserzisterne auf Privatgrund

Geld für Brunnen im Außenbereich

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Damit bei Feuer in entlegenen Gebieten nicht Löschwasserbecken aufgestellt werden müssen, wie bei einem Großbrand im Juli in Brandenburg (Foto), will die Gemeinde Hassel eine Zisterne in Rudolphital im Außenbereich von Sanne bohren lassen.

Hassel/Arneburg-Goldbeck. Als „Daseinsvorsorge“ soll die Gemeinde Hassel bis zu 15.000 Euro für eine neue, künstlich angelegte Löschwasser-Entnahmestelle an einem Privatgrundstück im Außenbereich des zu Sanne zählenden Ortes Rudolphital bezahlen.

Eine entsprechende Beschlussvorlage, die das Bauamt der Verbandsgemeinde vorbereitet hat, bekommt das neunköpfige Gremium um Bürgermeister Uwe Rihsmann am 4.  September auf den Beratungstisch. Das Papier, das nach AZ-Informationen ein Novum innerhalb Arneburg-Goldbeck schaffe, ist denn auch als „Grundsatzbeschluss“ betitelt worden, der die „Beteiligung der Gemeinde an der Herstellung der Löschwasserversorgung Rudolphital“ regeln solle.

Laut dem vor gut einem Jahr beschlossenen Löschwasserkonzept ist der geplante Standort, an dem ein Brunnen gebohrt werden soll, aber nicht Bestandteil einer Prioritätenliste. Für den sich nahe der jetzt geplanten Löschwasserzisterne befindlichen Reiterhof empfiehlt das Konzept lediglich einen Feuerwehreinsatzplan, der die Löschwasserförderung regeln solle. Auf dem Reiterhof betreibt ein Verein unter anderem Nachwuchsarbeit. Zuletzt gab es dort Anfang August die achte Auflage eines öffentlichen Trainingstages, für den die Verantwortlichen einen Teilnehmerrekord gemeldet hatten (AZ berichtete). Insgesamt rät das Konzept für den Bereich, in dem Großschadensereignisse mit großem Löschwasserbedarf eher „unwahrscheinlich“ seien, einen geländefähigen Schlauchwagen und mehrere wasserführende Löschfahrzeuge.

Dennoch ist es nun aber geplant, dass sich die Gemeinde Hassel „in Höhe der Hälfte der tatsächlichen Herstellungskosten“ beteiligt. Dafür sollen laut der von Bauamtsleiterin Simone Kuhlmann verfassten Beschlussvorlage vier Bedingungen gelten. Der neue Löschwasserbrunnen soll den Feuerwehren sowohl zu Übungszwecken als auch zu Brandlöschungen „uneingeschränkt zur Verfügung“ stehen, das Verfügungsrecht soll ins Grundbuch eingetragen und die Anlage nach „technischem Regelwerk“ errichtet werden. Und schließlich soll der Grundstückseigentümer für die Unterhaltung der geplanten Rudolphital-Zisterne aufkommen. Begründet wird das Vorhaben damit, das es in dem Bereich „derzeit keine gesicherte Löschwasserversorgung“ gebe.

Deswegen soll die Gemeinde Hassel „als Daseinsvorsorge über die Kostenbeteiligung eine Sicherung der Löschwasserversorgung“ übernehmen. Die Summe von „maximal 15.000 Euro“ werde im nächsten Jahr gebraucht, weshalb sie „in den Haushalt 2019 eingestellt“ werden soll. Löschwasser werden aus dem Grundwasser gespeist – gefördert wird entweder per Saugbetrieb oder mit Pumpen.

Von Antje Mahrhold

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