Eigentümer im Sanierungsgebiet „Altstadt“ zahlen maximal 11.000 Euro

Freiwillige Lösung soll 213.000 Euro bringen

Die Achterstraße soll mit Ausgleichsbeträgen, die 412 Grundstückseigentümer in Arneburg zahlen müssen, auf Vordermann gebracht werden. Dafür werden freiwillige Vereinbarungen abgeschlossen. In Havelberg machten davon 80 Prozent der Besitzer Gebrauch.
+
Die Achterstraße soll mit Ausgleichsbeträgen, die 412 Grundstückseigentümer in Arneburg zahlen müssen, auf Vordermann gebracht werden. Dafür werden freiwillige Vereinbarungen abgeschlossen. In Havelberg machten davon 80 Prozent der Besitzer Gebrauch.
  • Antje Mahrhold
    VonAntje Mahrhold
    schließen

Arneburg. „Mit solch einer positiven Resonanz habe ich nicht gerechnet“, hat Kathleen Fleschner am Mittag nach der Einwohnerversammlung für Sanierungsgebiet-Ausgleichsbeträge bereits gut ein Viertel der insgesamt 412 Grundstücksbesitzer auf ihrer Seite.

Als die Mitarbeiterin des Bauamtes Montagabend mit Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) sowie mit Klaus-Dieter Steuer und Norbert Hollemann vom zuständigen Sanierungsträger BIG Städtebau für den freiwilligen Griff in private Geldbörsen wirbt, platzt die Arneburger Stadthalle ob des großen Interesses fast aus allen Nähten. Mehr als 100 Anwohner wollen wissen, wofür sie zur Kasse gebeten werden.

Am Ende der 45-minütigen Infoveranstaltung hätten bei Fleschner bereits 36 Anwohner bekundet, ihren Anteil bis Ende Januar zu zahlen. Damit einher geht ein Rabatt von 15 Prozent, der sich bis Ende 2019 auf zehn Prozent und bis Ende 2020 auf fünf Prozent minimiert. Bis gestern Mittag hatten sich nach Angaben der Mitarbeiterin weitere 47 Elbestädter im Arneburger Bauamtsbüro gemeldet, um Zahlungsbereitschaft zu signalisieren.

Alle Hände voll zu tun hatte Bauamtsmitarbeiterin Kathleen Fleschner am Montagabend mit Bürgermeister Lothar Riedinger und BIG Städtebau-Verantwortlichen an der Seite.

Dabei handeln die Grundstückseigentümer freiwillig. Und agieren, wie es BIG Städtebau-Verantwortlicher Steuer empfohlen hatte. Demnach werde es der Stadt mit dem Geld der Anwohner, die vor der für 2021 erwarteten, amtlichen Beendigung des Sanierungsgebietes „Altstadt Arneburg“ ihren Anteil gezahlt haben, möglich sein, die Achterstraße nahe des Rathauses auf Vordermann zu bringen. Dies sei die letzte Straße, die für eine Sanierung über das Programm in Frage komme.

Insgesamt 213.000 Euro erwartet die Stadt an Ausgleichsbeträgen. Im Schnitt müssen die Eigentümer 517 Euro zahlen. Der höchste Betrag, der in Arneburg zu entrichten sei, liege bei 11.000 Euro, sagt Fleschner. Die Summen liegen generell viel niedriger als andernorts im Zuge von Straßenausbaubeiträgen berechnet würden. Anwohner, die auf das freiwillige Zahlen im Rahmen einer Vereinbarung verzichten, müssen ab 2021 damit rechnen, amtliche Bescheide ins Haus zu bekommen. Gegen diese Papiere können Eigentümer anders als bei der freiwilligen Variante juristisch vorgehen. Allerdings fließe das Geld dieser Anwohner in die Landeskasse und könne nicht in der Achterstraße verbaut werden.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare