Keine Corona-Pause / Den Winter durchgeübt

Feuerwehr Iden: Drehleiter schnell in Dienst gestellt

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Iden mit ihrem neuen Drehleiterfahrzeug.
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Einsatzbereit und mächtig stolz auf das neue Drehleiterfahrzeug: Die Feuerwehrleute in Iden haben fleißig geprobt, um für ihre Einsätze gewappnet zu sein.
  • Stefan Hartmann
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Viele Feuerwehren im Landkreis haben während der Pandemie keine oder nur wenige Übungsdienste abgehalten. Eine Ausnahme bildete die Freiwillige Feuerwehr Iden: Sie wollte sich an das neue Fahrzeug gewöhnen. 

Iden – In vielen Feuerwehren herrschte in den vergangenen Monaten Funkstille. Übungsdienste wurden kaum angeboten – für ihre Einsätze waren die Feuerwehrleute natürlich trotzdem bereit. Einige Ortswehren haben aber trotz Corona-Pandemie ihren Übungsdienst weitergeführt. Dazu gehört die Freiwillige Feuerwehr der Ortschaft Iden, die ihr neues Drehleiterfahrzeug (AZ berichtete) so schnell wie möglich einsatzbereit haben wollte.

„Wir haben den Winter durchgeübt“, erklärt der stellvertretende Wehrleiter Stefan Lange dazu. Bei jedem Wind und Wetter, wie er sagt. Das sei auch dringend nötig gewesen, denn die Drehleiter wird nicht nur in und um Iden, sondern bei Einsätzen in der gesamten Verbandsgemeinde benötigt. Das Engagement der ehrenamtlichen Brandschützer habe sich ausgezahlt: Kurz nach Weihnachten hätte das neue Fahrzeug als einsatzbereit gemeldet werden können. Eine kleinere Einschränkung hatten sich die Ehrenamtlichen jedoch auferlegt: Anstatt immer alle zum Dienst einzuladen seien zwei Gruppen gebildet worden. Damit sei das Abstandhalten vereinfacht worden.

Tatsächlich pausiert habe jedoch die Kinder- und Jugendfeuerwehr des Ortes. Um die Kameradschaft oder dass einige der Feuerwehrleute nach einer längeren Aussetzung des Übungsdienstes nicht zurückkehren, hätte er sich nie Sorgen gemacht, sagt Lange. Oft hätte es Nachfragen gegeben, wann es denn wieder richtig losgehen könne. Obwohl Iden ein relativ kleiner Ort sei, schaffe er es, zwei Gruppen je neun Personen an aktiven Feuerwehrleuten zu mobilisieren.

„Wir sind stolz und froh, dass die Leute das ernst nehmen“, erklärt Lange. Startschuss nach der Corona-Pause für die Jugendgruppe war gestern. Alle zwei Wochen treffen sich die Jugendlichen freitags am Gerätehaus. „Ich denke, sie freuen sich“, sagt Vanessa Raschke, die als neue stellvertretende Jugendwartin bei den Diensten mitwirkt, im Vorfeld zur Übung. Nach gut eineinhalb Jahren Pandemie tue es den Jugendlichen sicher gut, mal wieder etwas anderes, draußen und in Gesellschaft unternehmen zu können.

Auch wenn sich die aktiven Feuerwehrmitglieder durch den Winter gekämpft haben, müssen sie bei schlechtem Wetter nicht zwangsläufig nass werden. Der neue Schulungsraum kann so beispielsweise bei Regen genutzt werden, um praktische Übungsdienste bei Bedarf theoretisch durchzugehen.

Trotz vieler guter Voraussetzungen gibt es dennoch eine Sache, die noch besser sein könnte. Zur Zeit ist die Drehleiter mehrere Straßen entfernt in einer angemieteten Halle untergestellt. Das könne im Einsatzfall bedeuten, dass kostbare Zeit verloren geht, weil sie erst noch mit dem Auto oder einem Dienstfahrrad zum Gerätehaus geholt werden muss. Dies stellt ein weiteres kleines Hindernis dar, wenn es um die Einhaltung der zwölfminütigen Hilfsfrist in der weitläufigen Altmark geht. Abhilfe ist bereits angedacht: Der alte Garagenkomplex hinter dem Gerätehaus soll einem Anbau weichen. Damit sollen nicht nur aktuelle Bestimmungen zur Einrichtung von Feuerwehrhäusern, wie Umkleideräumen und Schwarz-Weiß-Bereichen eingehalten werden, sondern auch ein Standplatz für die Drehleiter eingerichtet werden. Noch wird aber auf die Bewilligung gewartet.

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