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Fähre Werben fährt wieder trotz fehlender Landrevision

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Von: Tobias Henke

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Die Fähre Räbel fährt in regelmäßigen Abständen Fußgänger und Autos über die Elbe
Weil sich keine Werft bereit erklärt hat, die für dieses Jahr vorgesehen Landrevision der Fähre Räbel vorzunehmen, soll sie nun im kommenden Jahr erfolgen. Das Landesverwaltungsamt muss hierfür noch grünes Licht geben © Mahrhold, Antje

Die Landrevision der Fähre Räbel kann erst im kommenden Jahr stattfinden. Auf die europaweite Ausschreibung hin, hat sich keine Werft gemeldet, die die Arbeiten übernehmen möchte. Der Grund, warum die Landrevision nicht stattfinden konnte, liegt in der Überlastung der Werften. Es waren demnach schlicht keine Möglichkeiten vorhanden, die Arbeiten vorzunehmen.

Werben – „Aufgrund der fehlenden Kapazitäten muss die Landrevision auf das kommende Jahr verschoben werden“, sagt Kathleen Fleschner, Teamleiterin für Gemeindeentwicklung bei der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, zum aktuellen Stand. Ähnlich äußert sich auch Werbens Bürgermeister Bernd Schulze (Freie Fraktion) gegenüber der AZ.

„Wir warten jeden Moment auf grünes Licht durch das Landesverwaltungsamt, dass wir einen neuen Fördermittelantrag stellen können.“ Dies bestätigt auch Fleschner. „Weil das Jahr 2022 ja bald vorbei ist, muss ein neuer Antrag gestellt werden.“ Wie sie gegenüber der AZ sagt, hoffte sie am Dienstag, dass dieses Signal vielleicht sogar noch vor der Sitzung des Werbener Stadtrates eintrifft. An den Bedingungen der Ausschreibung kann es laut Fleschner nicht gelegen haben, dass sich keine Werft gemeldet hat. „Es gibt hier beim Preis keine Vorgabe.“ In aller Regel erhalte der Anbieter den Zuschlag, der das günstigste Angebot macht.

„Im Vorfeld der Landrevision wird ein Planungsbüro beauftragt, das die Kosten ermittelt.“ An dieser Vorarbeit orientiere sich dann die Fördersumme, die beim Landesverwaltungsamt beantragt werden könne. Laut Verwaltungsmitarbeiterin Fleschner ist geplant, dass die erneute Ausschreibung im Januar oder Februar startet.

Es ist rechtlich vorgeschrieben, dass diese europaweit erfolgt. Es ist daher zumindest theoretisch möglich, dass die Fähre in einer weit entfernten Werft in Landrevision geht. So hatte beispielsweise die Werft in Tangermünde in diesem Jahr den Zuschlag für einen großen Auftrag aus Hamburg erhalten (AZ berichtete). Seit Anfang Dezember ist die Fähre wieder in Betrieb, sie kann von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr genutzt werden.

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