Für Neubau der Grundschule Arneburg sind fast 1,2 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt

Elbstadt investiert für die Jüngsten

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Ein Jahr nach dem Abriss soll der Neubau für die Grundschule endlich starten. Investiert wird 2018 auch in den Brandschutz der „Elbräuber“ und die Sanierung des Kriegerdenkmals. 

Arneburg. Dass sich in Arneburg 2018 „etwas bewegt“, sieht der Bürgermeister des Elbeortes im Südzipfel der Verbandsgemeinde nicht nur auf dem größten Industrie- und Gewerbepark Sachsen-Anhalts, für das die Kleinstadt über ihren Eigenbetrieb bekanntlich verantwortlich zeichnet.

4,3 Millionen Euro sollen dort dieses Jahr investiert werden. Für die Einwohner der Stadt aber mindestens ebenso wichtig ist, dass 2018 mit Errichtung des Verbindergebäudes für die Grundschule Arneburg auch eines der bedeutendsten Vorhaben starten werde. Und zwar „auf jeden Fall“, wie Lothar Riedinger (CDU) im jüngsten Stadtrat vehement angekündigt hat (AZ berichtete).

Denn um die im vorigen Januar beim Abriss des Heizkellers entstandene Lücke zwischen den zwei Lehrgebäuden an der Ecke Elbstraße/Staffelder Straße zu füllen, werde die Stadt notfalls „noch einen Kredit aufnehmen“, findet sich der Bürgermeister mit dem Ausbleiben eines Entscheids von der Kommunalaufsicht nicht ab. Die Behörde war eingeschritten, als sich die Stadt 2017 dazu entschieden hatte, den Neubau ohne Fördergeld mit einem Darlehen über den Arneburger Eigenbetrieb (Infrastrukturbetrieb) zu finanzieren. Für diese Variante hatten sich die Stadtverantwortlichen ausgesprochen, nachdem Arneburg anders als die Gemeinde Goldbeck nicht für Geld aus dem Fördertopf „Stark III“ in Frage kam, da sie einen sogenannten Demografie-Check nicht bestanden habe, wie es heißt.

Im Haushalt 2018, den der Stadtrat vorige Woche einstimmig beschloss, stehen rund 1,2 Millionen Euro für den Neubau der Grundschule. Deren Leitungsteam hatte Schüler und Eltern im Vorjahr mit einem Aushang darüber informiert, dass „die Baumaßnahmen in wenigen Tagen“ beginnen“, daraufhin war der Abrissbagger eines Stendaler Unternehmens angerückt, um das marode Heizhaus abzutragen, nachdem zuvor auch ein dazugehöriger Schornstein dem Erdboden gleich gemacht worden war (AZ berichtete).

Aber nicht nur für Abc-Schützen und Erst- bis Viertklässler nimmt die Elbestadt Geld in die Hand. Auch das Domizil für die Jüngsten in der Arneburger Kindertagesstätte „Elbräuber“ soll ertüchtigt werden. 10 000 Euro listet der von Verbandsgemeinde-Kämmerin Dana Hoedt vorgelegte Haushalt für den Brandschutz im Gebäude an der Tangermünder Straße aus.

Für den Spielplatz im Ortsteil Beelitz sind 5000 Euro geplant, für die Sanierung des Objektes Breite Straße 59 stehen 60 000 Euro im Etat, und für den dritten Bauabschnitt Sanierung Gehweg an der Stendaler Straße sind 45 000 Euro kalkuliert.

Voran gehen soll es auch mit der Sanierung des Kriegerdenkmals, wofür 6000 Euro geplant sind. Die Arbeiten begannen bereits 2017.

Von Antje Mahrhold

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