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„Sie stand vor dem Aus“

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Von: Tobias Henke

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Die Tankstelle kann nun mit mehreren karten genutzt werden
Werbens Bürgermeister Bernd Schulze (links) freut sich, dass die Tankstelle in Werben erhalten bleibt. Er dankte Markus Langbehn , Serviceleiter bei VR Plus. © Henke, Tobias

Bürgermeister Bernd Schulze (Unabhängige Fraktion) ist erleichtert. Die Zukunft der Tankstelle in Werben ist gesichert. Künftig erweitert sich der Personenkreis derer, die sich vor Ort mit Treibstoff versorgen können. Das betreibende Unternehmen hat 40 000 Euro investiert, um die Tankstelle zu modernisieren. Eine Barzahlung ist jedoch weiterhin nicht möglich.

Werben - Die Kunden können zehn verschiedene Karten nutzen“, so Schulze. Darunter ist unter anderem die Sparkassenkarte und auch Kreditkarten wie Visa oder Mastercard. „Bislang war es häufig so, dass hier Leute standen und nicht tanken konnten, denn das war ja nur möglich, wenn jemand Kunde der VR Plus Bank ist und eine entsprechende Karte hat.“

„Es wurden generalüberholte Zapfsäulen, ein neuer Tankautomat sowie eine neue Preistafel installiert“, informiert das Unternehmen über die vorgenommenen Arbeiten.

Laut Bürgermeister Schulze stand die Existenz der Tankstelle für eine Zeit lang auf der Kippe. „Dann wäre die nächste Tankstelle erst in Goldbeck oder Seehausen gewesen“, macht Schulze die Bedeutung der Tankstelle für die Stadt deutlich. Gemeinsam mit Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos) sei Schulze mehrfach bei der VR Plus Bank vorstellig gewesen, um die Bedeutung der Tankstelle für die Stadt zu verdeutlichen. Insbesondere, nachdem die Bankfiliale der VR Plus in Werben geschlossen wurde, habe die Befürchtung bestanden, dass der Tankstelle dasselbe Schicksal drohen könnte. „Aus meiner Sicht hätte man auf Einnahmen verzichtet, wenn die Tankstelle geschlossen worden wäre.“ Erste Erfolge hätten sich laut Schulze bereits eingestellt. „Die Einnahmen sind um etwa 20 Prozent gestiegen und das in den Wintermonaten.“

Weiterhin nicht möglich ist eine Bargeldzahlung. „Es ist ja niemand da, der das Geld entgegennehmen könnte.“ Potenziellen Einbrechern kein Ziel zu liefern sei auch ein Grund, weshalb auf Bargeld verzichtet werde. Die Zeit, dass Durchreisende auf die Hilfe von Einheimischen angewiesen waren, wenn diese zufällig die entsprechende Karte besaßen, seien nun vorbei. Die Tankstelle stehe damit einem breiten Kundenkreis zur Verfügung und die Gefahr, dass jemand anhält, aber keinen Sprit nachfüllen kann, weil ihm die Karte fehlt, sind nach der Modernisierung vorbei.

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