1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arneburg-Goldbeck

Millionensumme für Stadtsanierung

Erstellt:

Von: Tobias Henke

Kommentare

Das Verwaltungsgebäude der Komturei wird mit einem Förderprogramm saniert
Das Verwaltungsgebäude der Komturei soll über das Förderprogramm „Luxus der Leere“ saniert werden. Für künftige Vorhaben im Rahmen der Stadtsanierung werden nun Mittel für ein anderes Programm beantragt. © Hartmann, Stefan

Weil das alte Förderprogramm, das zur Stadtsanierung genutzt wurde, ausgelaufen ist, bemüht sich die Hansestadt um ein neues Programm, das in der kommenden Stadtratssitzung ausführlich diskutiert werden soll. Im Blickpunkt steht hierbei einmal mehr das Komtureigelände. Die Unterlagen umfassen 250 Seiten, wie Bürgermeister Bernd Schulze gegenüber der AZ verlauten lässt. „Deshalb werden wir das in der nächsten Sitzung des Stadtrates auch intensiv diskutieren.“ Die Sitzung wurde für Dienstag, 8. Februar, terminiert. Es geht um ein Finanzvolumen von über 1,8 Millionen Euro.

Werben - Konkret bezieht sich der Förderantrag auf die beiden Gebäude an der Straße Kirchplatz 6 und Kirchplatz 8. Beide befinden sich nicht im Besitz der Stadt und wurden im vergangenen Jahr verkauft (die AZ berichtete).

Die Verwaltung strebt weiterhin an, auch in den kommenden Jahren trotz klammer Kasse den notwendigen Eigenanteil bereitzustellen, um die Stadtsanierung voranzutreiben. „Ohne Eigenanteil keine Fördergelder, so einfach ist das“ weist Schulze auf den Umstand hin, dass sich die Stadt weiterhin finanziell beteiligen muss. Das neue Förderprogramm, über das die Sanierung in Zukunft erfolgen soll, nennt sich „Lebendige Zentren“. Es existiert seit 2020. In dem online einsehbaren Förderantrag heißt es wörtlich: „Die Antragstellung aus diesem Programm ist für alle Beteiligten Neuland.“ Werbens Stadtoberhaupt weist auf den Umstand hin, dass große Teile der Bebauung der Innenstadt unter Denkmalschutz stehen. „Es geht um das Flächendenkmal Werben. Wir wollen das endlich mal zu Ende bringen.“ Mit inbegriffen bei den Baumaßnahmen ist auch die Straßenentwässerung der Langen Straße inklusive der Teilrenaturierung des Stadtgrabens. Der Eigenanteil der Gemeinde, der zur Finanzierung notwendig ist, beläuft sich auf 348 600 Euro und muss den Plänen zufolge in den Jahren 2022 bis 2026 aufgewendet werden. Die Gesamtsumme beläuft ich auf rund 1,9 Millionen Euro, was einem Förderanteil von 80 Prozent entspricht.

Die Beantragung erfolgt auf Grundlage des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), das die Hansestadt Werben 2015 aufgestellt hat und in dem die Grundzüge der Stadtsanierung festgezurrt wurden. Auch Klimaschutzmaßnahmen sind Teil des ISEK. Die nun geplante Ertüchtigung des historischen Stadtgrabens gehört dazu.

Auch interessant

Kommentare