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Banges Warten beginnt

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Von: Tobias Henke

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Zu sehen ist ein Arbeiter auf der Werbener Fähre
Die Fähre Räbel ist weiterhin im Betrieb. Sie soll Mitte Februar in die Landrevision gehen, damit einige Reparaturen vorgenommen werden können. 90 Prozent der Kosten kommen über Fördergelder rein. © Agenturen

Werben – Vier Wochen heißt es nun warten und hoffen, ob sich eine Werft findet, die die Landrevision der Fähre Räbel übernimmt, nachdem sich im vergangenen Jahr aufgrund voller Auftragsbücher kein Unternehmen gefunden hat, das die Arbeiten vornehmen konnte .

Werbens Bürgermeister Bernd Schulze (Freie Fraktion) , der betont, dass es in finanzieller Hinsicht durch die Verschiebung der Landrevision keine Nachteile gibt, ist optimistisch, dass dies gelingt. Schulze kritisiert, dass eine europaweite Ausschreibung notwendig ist. „Es ist ja nun mal so, dass dies ab einer Summe von 250 000 Euro passieren muss. Für den Transport der Fähre sind in der Ausschreibung aber nur 8000 Euro vorgesehen.“ Laut Schulze können dies für den Preis nur Werften leisten, die sich in der Nähe von Werben finden, wie etwa Havelberg, Genthin oder Tangermünde.

Bis die Fähre in die Landrevision geht, darf sie weiter fahren, es wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen, damit dies möglich ist. „Die Wasserschutzpolizei hat die Fähre schon unter die Lupe genommen. Es ist alles in Ordnung.“

Laut Schulze befinden sich die Werften derzeit in einer anderen Situation. „Es ist der Anfang des Jahres, da ist es noch nicht so, dass die Auftragsbücher alle komplett voll sind“, hofft Werbens Bürgermeister, dass sich innerhalb der kommenden vier Wochen eine geeignete Werft findet. Wie lange die Fähre anschließend im Fall der Fälle in die Landrevision geht, wo sie dann repariert werden soll, steht noch nicht fest. Dass die Landrevision im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte, belastet den Haushalt für das laufende Jahr nicht. „Die Übertragung der Kosten auf dieses Jahr ist ein formaler Akt.“

Zu den exakten Kosten kann aufgrund der am Mittwoch, 12. Januar´, beginnenden Ausschreibung keine exakte Angabe gemacht werden, da diese noch nicht feststehen. Es wird jedoch aller Voraussicht nach auf eine Summe hinauslaufen, die über 500 000 Euro liegt. Die Stadt Werben erhält aufgrund der Bedeutung der Fähre für den Schiffs- und Straßenverkehr eine Nettoförderung von 90 Prozent der anfallenden Summe. Wie Kathleen Fleschner, zuständige Mitarbeiterin der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, der AZ mitteilt, endet die Ausschreibung am 16. Februar.

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