Elbestädtisches Wahrzeichen hat in acht Jahren Jubiläum  / Laleikes Zukunftsmodell noch bis 7. März zu sehen

Ein Denkmal zum Geburtstag der Burg

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Der Burgberg, wie ihn Stendals Produktdesigner Rüdiger Laleike umgestalten würde: An der Rückseite der Burggaststätte könnte ein Multifunktionsbau mit einem Turm entstehen, der an die „Arne-Burg“ erinnern soll. Im Jahr 2025 begeht das Wahrzeichen am westlichen Steilufer seinen 1100. Geburtstag.

Arneburg. Spätestens zum 1100.  Geburtstag des imposantesten Wahrzeichens der Elbestadt sollte Arneburgs Burgberg „eine rundum gute, geschichtsbewusste und bedarfsgerechte Gestaltung zeigen“, hofft der pensionierte Architekt Arne Könnecke.

Der 80-Jährige ist in der 1400-Seelen-Stadt als gerade aus dem Amt geschiedener Chef der „Kleinsten Galerie“ bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Vom Modell, dass der Stendaler Produktdesigner Rüdiger Laleike im Zuge seiner Studie für eine mögliche Burgberg-Zukunft (AZ berichtete) angefertigt hat, ist Könnecke jedenfalls angetan. Und weil die Zeit drängt, schreibt der Pensionär der AZ: „Noch bis 7. März ist im Hotel ,Goldener Anker’ ein Modell der möglichen Burgberg-Gestaltung zu sehen. “.

Anders als von Laleike dargestellt, kann sich Könnecke auf dem 35 Meter über der Elbe liegenden Berg auch ein Denkmal des Burg-Begründers Heinrich I. vorstellen. „Die Studie ist ein Schritt in diese Richtung, wenn auch nur ein kleiner und sehr früher, denn bislang warten die Arneburger immer noch darauf, dass das Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege einen zugesagten Beitrag zur Erkundung früherer Bebauungen erbringt“, erklärt der Elbestädter in seinem Schreiben.

Durch Laleikes Modell, das auch das Antlitz der erst vor Kurzem sanierten Burggaststätte baulich verändern will und an dessen Rückseite ein Multifunktionsbau mit turmähnlicher Erhebung als Anspielung auf die einstige „Arne-Burg“ entstehen könnte, werde das grundlegende Achsenkreuz jedenfalls anschaulich verdeutlicht. So sei die Nord-Süd-Linie zwischen Auffahrt und Treppenstieg gut sichtbar, und auch der Raum zwischen Ost und West – also zwischen Gaststätte und Feldsteinmauer – offenbare sich.

„Spätestens seit dem Neubau dieser Gaststätte Anfang der Sechziger Jahre und speziell durch eine Kellerausschachtung haben wir auch die Bestätigung, dass an dieser Stelle einst der Pallas, das Hauptgebäude, der mittelalterlichen Burg gestanden hat“, weiß der pensionierte Architekt. Und erklärt weiter: „Formen und Dimensionen der ehemaligen Bebauung zu klären, ist aber logische Voraussetzung für alle Überlegungen und dann Planungen einer heutigen bedarfs- und situationsgerechten Neugestaltung.“

Könnecke hofft darauf, dass sich möglichst viele Altmärker in die weitere Planung der Zukunft des Wahrzeichens am westlichen Elbsteilufer einbringen. „Diesen Prozess voranzutreiben, bedarf es regen öffentlichen Interesses und vieler Schritte, von dener einer mit der Studie von Rüdiger Laleike getan wurde.“

Der Rolandstädter war vom Arneburger Stadtrat beauftragt worden, Ideen für die Gestaltung des Burgbergs zusammenzutragen. Auf Treffen, auch in der Stadthalle, hat Laleike mit Anwohnern über seine Pläne gesprochen. Ein Ende der Diskussion ist noch nicht in Sicht.

Von Antje Mahrhold

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