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Brand im Arneburger Zellstoffwerk - Feuerwehren im Großeinsatz

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Von: Tobias Henke

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Der brand im Zellstoffwerk dauert weiter an. Mehere Feuerwehren sind vor ort im Einsatz
Im Zellstoffwerk in Arneburg ist ein Feuer ausgebrochen, das über Kilometer zu sehen war © Ute Krug

In den frühen Morgenstunden ist im Zellstoffwerk in Arneburg ein Feuer ausgebrochen. Ersten Angaben zu Folge wurde niemand verletzt.

Die Flammen waren weitläufig zu sehen. Die Löscharbeiten laufen auch zur Stunde noch.Fast alle Feuerwehren des Landkreises sind vor Ort im Einsatz

Update (13.56 Uhr): Arneburg – Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis waren den gesamten Freitag über im Einsatz im Arneburger Zellstoffwerk, nachdem sich dort ein Großbrand entwickelt hatte. Personen kamen nicht zu Schaden.

Gegen 7.30 Uhr zu einem Brand im Bereich der Hackschnitzelzufuhrbänder im Zellstoffwerk Mercer in Arneburg. Es kam zu starken, weit sichtbaren Rauchentwicklungen, die bis über die Elbe, in den östlichen Landkreis Stendal hinzog. Die Werkfeuerwehr begann zu löschen, gleichzeitig wurden über die Leitstelle Stendal weitere Feuerwehren alarmiert. Zur Brandursache könne man noch keine Aussagen treffen, so Geschäftsführer André Listemann im Rahmen einer ersten Stellungnahme bei einer Pressekonferenz. Die Zellstoffproduktion wurde heruntergefahren. Das Runterfahren der Maschinen dauert allerdings bis zum Nachmittag an. Zurzeit sind 200 Feuerwehrkräfte im Einsatz, um den Brand zu löschen. Freiwillige Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Stendal sowie das THW Stendal wurden alarmiert. Verletzte seien nicht zu beklagen, heißt es vom Werksleiter Martin Zecke. Eine konkrete Schadenshöhe könne erst nach den Löscharbeiten benannt werden, sagte Geschäftsführer André Listemann, der per Video zugeschaltet war auf der Pressekonferenz. Drei Fachdienste seien im Einsatz. Die Fachdienste Führungsunterstützung, Brandschutz sowie Betreuung sind vor Ort im Einsatz gebunden, sagte Landrat Patrick Puhlmann. Der Fachdienst Brandschutz des Altmarkkreises Salzwedel wurde aufgrund des Brandes ebenfalls alarmiert.

Erste Angaben zur Schadenshöhe machte dagegen die Polizei. Demnach wird der Schaden ersten Schätzungen zu Folge auf zwei bis drei Millionen Euro taxiert. Aufgrund des Brandes war die Kreisstraße 1064 während der Löscharbeiten vorübergehend gesperrt, um den Einsatzkräften den schnellstmöglichen und sicheren Zugang zu gewähren.

Erst Anfang Juni hatte es im Arneburger Zellstoffwerk eine Übung gegeben, bei der zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis beteiligt waren, um für den Ernstfall zu üben. Bis zum frühen Nachmittag liefen die Löscharbeiten auf Hochtouren

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