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Autobahn 14 zündet nur verhalten

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Von: Tobias Henke

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Der Autobahnabschnitt zwischen Dolle und Lüderitz ist fast fertig
Während der Bau der Autobahn an einigen Stellen wie hier zwischen Dolle und Lüderitz bereits deutlich vorangeht, sieht es an anderen Stellen anders aus. Noch steht nicht fest, wann die Altmark-Autobahn fertig ist. © Freier Mitarbeiter

Nachdem inzwischen auch auf dem letzten Teilstück der geplanten A 14 zwischen Seehausen und Osterburg Baurecht herrscht, sind alle Voraussetzungen erfüllt, damit die Altmark-Autobahn gebaut werden

Die AZ hat bei Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos) und Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) nachgefragt, welche Erwartungen sie mit der Autobahn verbinden. Besonders hinsichtlich der möglichen Entlastung von stark befahrenen Straßen sehen beide so gut wie keine Verbesserung für die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck. Anders sieht es bereits jetzt bei der möglichen wirtschaftlichen Entwicklung aus.

„Die Abfahrten sind halt nicht bei uns in der Verbandsgemeinde und die in Stendal ist sozusagen auf der falschen Seite“, glaubt Schernikau, dass die Lkw, die in Stendal abfahren, auf ihrem weiteren Weg anschließend noch durch weite Teile der Stadt fahren müssen. Zumindest für Arneburg hat Schernikau die leise Hoffnung, dass Lkw, die aus Richtung Tangermünde kommen, künftig eher die Autobahn nutzen. Arneburgs Bürgermeister Riedinger sieht die Möglichkeit der Entlastung derzeit nicht. „Wenn es eine Abfahrt zu unserem Industriegebiet (IGPA) geben würde, wäre das mit Sicherheit eine spürbare Entlastung. Dafür haben wir uns eingesetzt, aber diese ist kein Bestandteil der Planungen.“ Wirtschaftlich könnte Arneburg zu den wenigen Mitgliedsgemeinden zählen, die von dem Autobahnanschluss profitieren. „Wir bekommen immer wieder Anfragen von Unternehmen, die sich zum Start der Autobahn im IGPA ansiedeln wollen“, sagt Riedinger. Das Industriegebiet biete genügend Gewerbeflächen für weitere Standorte von Unternehmen. In der gesamten Verbandsgemeinde sieht dies etwas anders aus. Hier ist das Potenzial vielfach begrenzt. Auch Schernikau nennt in erster Linie das IGPA in Arneburg als Industriegebiet, das dank der Autobahn noch wachsen könnte. „In Eichstedt gibt es auch noch Möglichkeiten für Unternehmen, sich dort anzusiedeln.“ Weitere mögliche Standorte nennt der Verwaltungschef nicht. Es sei derzeit nicht geplant, weitere Flächen als Gewerbegebiet auszuweisen. „Das wollen viele auch nicht. Es ist unser Ziel, das Potenzial der bisherigen Standorte zu nutzen“, sagt Schernikau. Dies sei der Fall, obwohl es kaum noch freie Gewerbeflächen gebe.

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