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Folgen des Brandes noch spürbar

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Von: Tobias Henke

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Das Zellstoffwerk in Arneburger hat Anfang Juni gebrannt
Zur Bekämpfung des Feuers auf dem Gelände des Zellstoffwerkes rücken etliche Feuerwehren aus. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des kurzzeitigen Produktionsstopps halten sich in Grenzen. © Freier Mitarbeiter

Arneburg – Es war der vielleicht größte Einsatz der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck in diesem Jahr, der Brand auf dem Gelände des Zellstoffwerkes am 1. Juli. Inzwischen ist das Unternehmen fast wieder im Normalbetrieb, wie die AZ von Geschäftsführer André Listemann erfahren hat, der sich darüber hinaus auch zu den wirtschaftlichen Folgen für das Unternehmen geäußert hat.

„Wir sind noch nicht ganz wieder bei unserer Maximalleistung angekommen, aber fast“, äußert sich Listemann. Für die Beschäftigten habe dies keinerlei Auswirkungen. „Ob man ein Werk wie unseres jetzt mit 50 Prozent der Kapazität fährt oder mit 100 Prozent ändert an den Arbeitsabläufen so gut wie gar nichts.“ Die Folgen des Brandes hält der Geschäftsführer für „überschaubar“. Dies liege auch daran, dass man über eine Betriebsausfallversicherung verfüge.“ Zu den konkreten finanziellen Schäden kann und will Listemann sich mit Verweis auf amerikanisches Aktienrecht nicht äußern. Der Mutterkonzern des Zellstoffwerkes, Mercer, ist ein US-Unternehmen. Insgesamt stand der Betrieb im Juli für drei Wochen komplett still.

Dies habe auch Auswirkungen auf Kunden und Zulieferer gehabt, doch auch dort hielten sich laut Listemann die Schäden in Grenzen. Das habe unter anderem daran gelegen, dass zum Zeitpunkt des Brandes noch einiges an Zellstoff auf Lager gewesen sei. Der Einsatz der Feuerwehr werde, wie jeder Einsatz intern aufgearbeitet. Listemann betont, dass er dies ausdrücklich nicht als Kritik meint. „Das es da eine Aufarbeitung gibt, ist in solchen Fällen ja normal“. Die Leitung der Werksfeuerwehr und die beteiligten Wehren aus der Verbandsgemeinde würden sicherlich darüber sprechen, was gut gelaufen ist und wo es noch Verbesserungspotenzial geben könnte.

Unmittelbar nach Beendigung des Einsatzes hatte sich die Geschäftsführung des Zellstoffwerkes bei allen beteiligten Einsatzkräften bedankt.

Auch wenn Listemann die Folgen des Brandes eher für gering hält, sieht er für viele Unternehmen derzeit generell schwierige und unsichere Zeiten. „Wir wissen alle nicht, wie sich die Energiepreise in den kommenden Monaten entwickeln.“

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