Jahresbilanz der 29 Ortswehren erstmals in feierlicher Form / Personal- und Ausbildungsmangel problematisch

„Brauchen hauptamtlichen Gerätewart“

Marcel Prodehl (l.) wurde zum Hauptbrandmeister befördert, Marita Last erntete eine Anerkennung für ihren Einsatz und Michael Nix ist jetzt Brandinspektor. 

ban Goldbeck. Verbandsgemeinde-Wehrleiter Michael Nix hat beim ersten Jahresabschluss aller 29 Truppen Arneburg-Goldbecks das Jahr 2017 resümiert. Nicht alle Wehren seien Tag und Nacht einsatzbereit, es fehle an Personal und Ausbildung.

Seit 2012 habe es 314 Lehrgänge gegeben, die aber nur von 17 Wehren genutzt worden seien. Es müssten neue Mitglieder gewonnen werden.  

Derzeit werde unter Leitung von Frank Sippert eine ABC-Gruppe aufgebaut, die wegen der zwei Industriebetriebe im Gewerbepark Arneburg dringend nötig sei. 20 Kräfte seien dafür bereits in Arneburg geschult worden. Mit neuer Computertechnik sollen Großeinsätze wie bei den jüngsten Sturmtiefs besser koordiniert werden, da dies die für beide Landkreise zuständige Leitstelle alleine nicht leisten könne.

Laut Nix gab es bislang 101 Einsätze. Größte Herausforderung waren die drei Sturmtiefs im Juni und Oktober sowie insgesamt 21 Brände, darunter das dreitägige Scheunen-Großfeuer Sandauerholz, der Holzstapelbrand bei Klein Ellingen, und vier Verkehrsunfälle.

Verbandsjugendwart Christoph Garlip (l.) bekam einen Scheck über 2200 Euro für die Nachwuchsarbeit von René Schernikau.

Positiv sei die Lage beim Nachwuchs. 14 Jugendwehren und die neue Kinderwehr in Iden betreut Jugendwart Christoph Garlip. Nix hofft, dass die Risikoanalyse nach sieben Jahren endlich am 18. Dezember vom Verbandsrat beschlossen wird. „Wir brauchen einen hauptamtlichen Gerätewart“, forderte er. Und hofft auf Einsatzkleidung, damit die Kluften nach Einsätzen schnell getauscht werden können.

Vize-Verbandswehrleiter für Technik, Marcel Prodehl bilanzierte die Jahresinspektion in den Ortswehren, bei der zahlreiche Mängel festgestellt wurden. Prodehl wurde bei dem Treffen zum Hauptbrandmeister befördert und durch Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau für sechs Jahre als Wehrleiter von Rohrbeck vereidigt. Dank und Anerkennung für ihr Engagement erntete Marita Last als Wehrleiterin von Schwarzholz. Und nicht zuletzt Arneburg-Goldbecks oberster Feuerwehrmann stand feierlich im Fokus, als er durch Schernikau an dessen Geburtstag zum Brandinspektor befördert wurde.

Für die Arbeit der Nachwuchstruppen überreichte der Verbandsgemeinde-Chef einen Scheck über 2200 Euro.

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