Schuldengeplagte Uchtegemeinde befreit sich weiter von Altlasten / Bürgermeister zuversichtlich

Goldbeck: „Bester Haushalt seit der Wende“

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Ein großes Investitionsvorhaben der Gemeinde Goldbeck ist die Sanierung der Turnhalle an der Friedrich-Ebert-Straße. Für Arbeiten an Dach und Fassade soll eine Million Euro ausgegeben werden.

Goldbeck. So gut wie seit vielen Jahren nicht mehr präsentiere sich der Haushalt der Uchtegemeinde für 2019, freut sich Goldbecks Bürgermeister über einen positiv stimmenden Entwurf an geplanten Einnahmen und Ausgaben im kommenden Jahr.

Mit dem Gemeinderat hat Torsten Dobberkau am Montagabend das Zahlenwerk erstmals in Augenschein genommen. Dabei konnte das Gremium zur Kenntnis nehmen, dass der Abbau der schweren Bürde von Altlasten der jüngeren Vergangenheit nicht zuletzt dank des Entschuldungsprogramms „Stark II“ voranschreite. „Es ist wahrscheinlich der beste Haushalt seit der Wende“, sagt das Gemeindeoberhaupt der AZ.

In Anwesenheit von Verbandsgemeinde-Kämmerin Dana Hoedt ging der Rat alle wichtigsten Positionen durch. Und legte besonderes Augenmerk auf die für 2019 geplanten Investitionen. So sind eine ganze Reihe von Vorhaben aufgelistet, die allerdings im überwiegenden Teil davon abhängig sind, dass die entsprechenden Fördergelder fließen.

Der Gehweg Eichstedter Straße soll 64.000 Euro kosten.

Einer der populärsten Haushaltsposten sind 60.000 Euro, die Goldbeck als Eigenanteil für den Neubau der Grundschule erneut in den Etat aufgenommen hat. „Dabei ist aber immer noch nicht klar, ob wir uns als Gemeinde an der Investition beteiligen dürfen oder nicht“, verweist Dobberkau auf die weiterhin unklare Lage bezüglich von Neubauvorhaben auf dem Boden von Verbandsgemeinden.

„Der Haushalt sieht gut aus und der Schuldenstand ist gesunken“, legt Goldbecks Gemeinde-Chef das Augenmerk auf die geplante Verringerung der Verbindlichkeiten bis Ende nächsten Jahres um voraussichtlich rund 171.000 Euro auf dann etwa 523.000 Euro. Dass alle Kredite umgeschuldet werden konnten sei dank eines speziellen Förderprogramms möglich geworden.

Mit ganz oben auf der Liste kostenintensiver Vorhaben steht die für 2019 geplante Sanierung der Turnhalle in Goldbeck. Unter anderem Fassaden- und Dacharbeiten sollen an dem rund 25 Jahre alten Gebäude vorgenommen werden. Zu den Kosten von rund einer Million Euro will die Gemeinde einen Eigenanteil in Höhe von 100.000 Euro beisteuern. Mit der Turnhalle, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Goldbecker Sekundarschule „Geschwister Scholl“ befindet, soll durch den in direkter Nachbarschaft geplanten Neubau der Grundschule ein Bildungscampus mitten im Uchtedorf entstehen. Dafür kämpft das Gemeindeoberhaupt bereits seit Jahren.

Hand angelegt werden soll den Angaben des Bürgermeisters aber auch noch an der Zuckerhalle. Dort sollen 2019 diverse Brandschutzauflagen, wie das Einrichten von Flucht- und Rettungswegen, umgesetzt werden. An der geplanten Gesamtinvestition in Höhe von 130.000 Euro will sich die Gemeinde mit 55.000 Euro beteiligen. In die Ausstattung von Spielplätzen sollen 10.000 Euro fließen, allerdings so noch offen, wo genau dies der Fall sein werde, da dies noch nicht entschieden sei. Für die Neupflanzung von Bäumen sind 8000 Euro geplant, während für Arbeiten an der Fassade am Wohnblock Ackerstraße 35.000 Euro in den Etat aufgenommen worden sind. In neue Gehwege soll in Goldbeck an der Bertkower Straße (25.000 Euro) und an der Eichstedter Straße (64.000 Euro) investiert werden. 8000 Euro soll in die Straßenbeleuchtung im Ortsteil Möllendorf gesteckt werden, Instandsetzungen an den Gemeindestraßen seien in den Ortsteilen Petersmark und Plätz vorgesehen. Und auch die Toilettenanlage in der Kegelhalle des Goldbecker Mehrzweckgebäudes soll saniert werden. Ob dies realisiert werden könne, hänge von Fördergeldern ab. Der Haushalt soll im Januar beschlussreif sein.

Von Antje Mahrhold

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