Dachanschluss braucht Sanierung / Zeitplan noch nicht festgelegt

Bertkower Kirche soll trocken werden

Das Dach der Bertkower Kirche.
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Der teilweise mit Moos bewachsene Übergang von Kirchturm zum Dach soll erneuert werden. Die Kosten dafür werden mit 11 000 bis 12 000 Euro angegeben.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Von Außen ist es nicht so eindeutig, aber im Inneren der Bertkower Kirche wird der Sanierungsbedarf deutlich. Der Dachanschluss zum Turm ist undicht - Wasser dringt ein.

Bertkow – Die Bertkower Kirche ist nicht mehr ganz dicht. An der dem Turm zugewandten Seite des Kirchenschiffes, im Bereich hinter der Orgel, ist es ganz deutlich zu sehen: Anscheinend über einen längeren Zeitraum dringt am Übergang Wasser ein, das feine Streifen an der Wand hinterlässt. Kürzlich hat der Gemeinderat Goldbeck die Entscheidung getroffen, 5000 Euro zur Sanierung des Sakralbaus beizusteuern. Wann es genau losgeht, ist derweil noch nicht abschließend geklärt.

Diese Entscheidung werde voraussichtlich in der kommenden Woche getroffen, erklärt Marco Schönhoff, Kirchenbaureferent des Kirchenkreises Stendal, auf AZ-Anfrage. Welchen Kostenumfang die Sanierungsmaßnahme haben werde, stehe mittlerweile jedoch weitestgehend fest. Der Kirchenkreis hatte bei einem gleich großen Eigenanteil eine Förderung von bis zu 9000 Euro in Aussicht gestellt. Damit war es naheliegend, dass von einem Auftragsvolumen von rund 20 000 Euro ausgegangen werden muss. Diese Zahl konnte jedoch mittlerweile konkretisiert werden: rund 11 000 bis 12 000 Euro werde die Erneuerung des Dachanschlusses voraussichtlich kosten. In der ursprünglichen Kostenschätzung waren jedoch auch noch andere mögliche Sanierungen eingepreist.

Mit den 9000 Euro, die das Kreiskirchenamt als Förderung in Aussicht gestellt hat, den 5000 Euro des Gemeinderates und einer Spendensammlung des Kirchspiels, die über 3000 Euro eingebracht hat, wären diese Kosten jedoch gedeckt – auch wenn Baumaßnahmen und deren Kosten immer ein wenig unberechenbar sind. Erst wenn das Dach tatsächlich aufgemacht ist, könne mit Sicherheit gesagt werden, welche Arbeiten notwendig werden, stellt Schönhoff klar. Besonders wenn die Schäden im Tageslicht und nicht nur mit einer Taschenlampe begutachtet werden können, sei es möglich, dass die Lage neu bewertet werden muss.

Hinter der Orgel hat das herunterlaufende Wasser Spuren an der Wand hinterlassen.

Sicher ist, dass der Dachanschluss erneuert werden müsse, sagt Schönhoff. Geplant sei, vom Turm aus ungefähr einen Meter weit die gesamte Sparrenlänge zu öffnen. Dann sollen diese gegebenenfalls, die Dachbalken jedoch sicher, ersetzt werden. Die alten Ziegel sollen nach Möglichkeit wiederverwendet werden.

Dachanschlüsse zu Kirchtürmen seien in gewisser Weise immer ein Problem, erklärt der Baureferent. Der Übergang eines massiven Turmes zu einem Dach sei immer eine schwierige Sache und werde sicherlich auch die Nachwelt beschäftigen, auch wenn mittlerweile besser gearbeitet werden könne also noch vor Jahrhunderten. Hoffentlich werde mit den Arbeiten für einige Jahrzehnte Ruhe einkehren, schätzt Schönhoff die Maßnahme ein.

Während der Arbeiten sollen auch andere Stellen des Baus überprüft werden. So gebe es einige Löcher im Putz an der Ostseite der Kirche, die man sich einmal anschauen müsste.

Ziel der Maßnahme sei es jedoch, in jedem Fall im Einklang mit dem Denkmalschutz die alte Gestalt der Kirche wiederherzustellen. Diese solle mit dem neuen Dachanschluss schließlich nicht verschandelt werden, stellt Schönhoff fest.

Pfarrer Alexander Schwartz freut sich über den großen Erfolg, den die Spendensammelaktion gezeigt hat. Die Leute fänden es gut zu sehen, wo das Geld genau hinfließt, ist seine Einschätzung. Es sei schön zu sehen, dass den Menschen der Erhalt ihrer Kirche so sehr am Herzen liege.

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