Leader-Projekte in der Verbandsgemeinde: Sieben der insgesamt 26 Vorhaben befinden sich in Arneburg-Goldbeck

Aufbau auf dem Lande boomt mit EU-Geld

Das Schwimmbad in der weltkleinsten Hansestadt soll eine neue Wasserversorgung bekommen. 

Arneburg-Goldbeck. Was mit EU-Fördergeld aus Brüssel möglich ist, ist am 22. Oktober in Arneburg mit der neuen Arztpraxis an der Bahnhofstraße „modellhaft“ in Betrieb gegangen.

Die mit geplant etwa 278.300 Euro bezuschusste Gesamtinvestition in Höhe von rund 362.000 Euro stehe „für die Kraft des Leader-Prozesses, um im ländlichen Raum leistungsfähige Einrichtungen der Daseinsvorsorge zu schaffen“, wie die Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe „Mittlere Altmark“ (LAG), Verena Schlüsselburg betont.

Das Gremium nutzte sein jüngstes Treffen für eine Stippvisite in der Praxis der aus Niedersachsen stammenden Ärztin Christiane Müller, deren Partner Peter Stöhr die Gäste um die Leader-Manager Dr. Wolfgang Bock und Heike Winkelmann durch den 167 Quadratmeter großen Flachbau geführt hat. „Das Vorhaben war auf der Prioritätenliste 2017 und wurde von der Stadt Arneburg und der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck innerhalb eines halben Jahres durchgeführt“, würdigt die LAG-Spitze den erfolgreichen Kraftakt an der Elbe.

Ähnlich aussichtsreich in Gange ist seit einigen Wochen eine Investition aus dem Leader-Topf im 14 Kilometer von der Elbestadt entfernten Uchteort Goldbeck. Dort hat sich die Gemeinde ihrem letzten Relikt aus der Industriezeit angenommen, um aus der backsteinernen Zuckerhalle ein Multifunktionsobjekt zu machen (AZ berichtete). Den dritten Bauabschnitt „Tore und Fenster“, der mit rund 77.000 Euro dotiert ist, hat die LAG bei ihrer jüngsten Tagung auf Platz acht der insgesamt 20 Ränge enthaltenden Prioritätenliste für das Jahr 2018 gesetzt. Dabei handelt sich um Geld aus dem Topf „ELER“. Von der Aktionsgruppe ausgewählt wurden außerdem die Tagespflege für Hochbetagte „Klein Schwechtener Heidestube“ (Rang 9), die im März/April eröffnen soll (AZ berichtete), der dritte Bauabschnitt zur Sanierung der Alten Schule in Werben (Rang 10), die vom Verein „Arbeitskreis Werbener Altstadt“ (AWA) zum Multifunktionshaus entwickelt werden soll, die Herstellung einer neuen Wasserversorgung für das Schwimmbad Werben (Rang 14), die Sanierung des Sanitärgebäudes des Campingplatzes im Waldbad Wischer (zweiter Bauabschnitt, Rang 17) sowie schließlich das Projekt „Lego-Modell“ in der Johanniskirche Werben (Rang 20), wofür das Kirchspiel Werben verantwortlich zeichnet. Auf Platz vier der Liste des Topf „ESF“ hat es das Begegnungscamp des Projekts „Elbtraum“ im Werbener Ortsteil Räbel geschafft, Antragsteller ist der Verein „Sport-Akademie-Altmark“, wie die LAG „Mittlere Altmark“ mitteilt.

Von Antje Mahrhold

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