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Bauarbeiten auf ehemaliges Komtureigelände in Werben sollen 2023 starten

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Von: Tobias Henke

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Das Gutsverwalterhaus ist wie auch die anderen Gebäude in einem maroden Zustand
Ein Blick auf die Rückseite des ehemaligen Gutsverwalterhauses reicht aus, um zu erkennen, dass die Bausubstanz in einem sehr schlechten Zustand ist. Dies gilt für alle vier Gebäude. © Henke, Tobias

Werben – Geht alles glatt, könnten auf dem Komturei-gelände in Werben im Sommer 2024 die ersten Gäste ihre Ferienwohnungen beziehen, die in dem ehemaligen Gutsverwalterhaus entstehen sollen. Vor knapp einem Jahr war bekannt geworden, dass die beiden Architekten David Gössler und Jurek Brüggen aus Berlin in das Gelände investieren wollen. Diese haben ihre Pläne inzwischen konkretisiert.


„Ob wir im kommenden Jahr mit dem Bau der Ferienwohnungen beginnen können, hängt davon ab, ob unser Förderantrag bewilligt wird“, erläutert Gössler. Dies werde bis Ende des Jahres geschehen, „und bei Behörden heißt Ende des Jahres meistens dann auch, dass man das dann in den letzten Tagen des Jahres erfährt.“

Auch für anderen drei Gebäude auf dem Komtureigelände steht konkret fest, was dort entstehen soll. In der Scheune sind mehrere Büros und Ateliers geplant. Danach gefragt, wer sich denn dort niederlassen könnte, sagt Gössler, dass die Architekten selbst sich dort entsprechende Räume einrichten möchten. In dem sogenannten Langstall, der der Scheune gegenüberliegt, ist eine Tagespflege geplant. Hier ist es das Ziel, die Johanniter mit ins Boot zu holen, damit diese die Tagespflege betreiben. Sollte dies gelingen, würde sich der Kreis schließen, schließlich handelt es sich um die ehemalige Johanniter-Komturei.

In den früheren Stallgebäuden fünf und sechs schließlich, soll Wohnraum geschaffen werden, der von Interessenten erworben werden kann. Im Gegensatz zu den Ferienwohnungen im Verwalterhaus, bei denen es den beiden Architekten wichtig ist, „dass wir dort weiterhin uneingeschränkten Zugriff drauf haben“, erläutert Gössler.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung möchte das Team um die beiden Architekten interessierten Einwohnern die Pläne genauer vorstellen. Dies soll am 11. November direkt vor Ort geschehen. „Vielleicht stellen wir hier eine Leinwand hin“, überlegt Gössler, während er im Langstall steht. Man wolle mit der Veranstaltung auch möglichen Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, in dem jedem Interessierten genau erläutert werde, was auf dem ehemaligen Komtureigelände entstehen soll. Für den Fall, dass der Förderantrag für das Gutsverwalterhaus, der über die Städtebauförderung läuft, positiv beschieden wird, könnten weitere Anträge folgen. „Im Idealfall“, sagt Gössler, „wird irgendwann an allen Gebäuden gleichzeitig gearbeitet.“ Noch geht es allerdings erst einmal um die Arbeit am Gutsverwalterhaus.

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