Für drei weitere Jahre zertifiziert

Arneburger Tourist-Information erneut ausgezeichnet

Vor dem Arneburger Tourismusbüro stehen von rechts Evelyn Jordan, Bürgermeister Lothar Riedinger,Carla Reckling-Kurz und Martin Schulze.
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Evelyn Jordans (r.) Tourismusbüro ist zum dritten Mal in Folge vom Tourismusverband Sachsen-Anhalt ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit Bürgermeister Lothar Riedinger (2. v. r.) nimmt sie die Urkunde und Blumen von Martin Schulze, Geschäftsführer Tourismusverband, und Carla Reckling-Kurz, Geschäftsführerin Altmärkischer Regionalmarketing- und Tourismusverband, entgegen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Wer offiziell zertifizierte Tourist-Information sein möchte, muss sich dafür qualifizieren. Die Arneburger hat den Aufwand nicht gescheut und wurde zum dritten Mal in Folge ausgezeichnet.

Arneburg – Ein großes „I“ führt die Bürger und Besucher zur Tourismus-Information eines Ortes. Aber nicht jedes „I“ ist gleich. Das große weiße auf rotem Grund ist ein Qualitätssiegel – das in Arneburg zum dritten Mal in Folge vergeben wurde.

Die Übergabe des Zertifikates ist auch für Martin Schulze, Geschäftsführer des Tourismusverbands Sachsen-Anhalt, in diesem Jahr etwas besonderes. Viele Zertifizierungen hätten per Post stattfinden müssen, erklärt er – wegen der Corona-Lage. Da sei es schön, die Wertschätzung in Arneburg persönlich und vor Ort zeigen zu können. Evelyn Jordan, Leiterin der Tourist-Information, muss jedoch während des kleinen Pressetermins zur Übergabe immer wieder aufspringen. Fast im Minutentakt kommen Besucher herein, die eine oder zwei Informationen über die Stadt haben möchten. Carla Reckling-Kurz, Geschäftsführerin des Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverbandes (ART) nimmt es mit Humor: Es sei doch schön zu sehen, dass das Tourismus-Büro so gut angenommen wird.

„Im Moment sind es richtig viele“, bestätigt Bürgermeister Lothar Riedinger den entstehenden Eindruck vom Touristen-Andrang. Nicht nur auf dem Rad, sondern auch per Wohnmobil und Schiff kämen derzeit viele Menschen nach Arneburg. Dementsprechend gut sei auch die Auslastung der örtlichen Pensionen, wie Jordan ergänzt. „Teilweise muss ich Gäste bis Sandau weiterschicken, weil alle Schlafplätze belegt sind“, erläutert sie.

Aber genau dafür ist sie da. Vor Ort Informationen liefern, die Gäste nicht haben. Und, dass das gut funktioniert, hat sie jetzt mit dem Siegel in Weiß auf Rot. 89 von 100 möglichen Punkten hat ihre Tourist-Information von einem Testkunden des Tourismusverbands erhalten. Mit dem Wert ist sie offenbar zufrieden. Man wolle schließlich nicht der Schulstreber sein, scherzt sie. Teilweise liegen die Probleme auch nicht in der Hand des Personals, sondern seien auch baulich bedingt, stellt Schulze zusätzlich fest. Im Falle der Arneburger Touristik-Information liegen die Toiletten auf dem Hinterhof und nicht im Büro selbst.

Ein weiteres Manko, mit dem die Information derzeit noch leben muss, ist das Fehlen von öffentlichem W-Lan. Aber nicht mehr lange, wie Riedinger berichtet. Technisch sei das offene W-Lan bereit zum Einsatz. Lediglich einige Einstellungen müssten noch vorgenommen und festgelegt werden. Beispielsweise müsse das drahtlose Netzwerk ja nicht die ganze Nacht durchlaufen, stellt der Bürgermeister fest. Sobald die letzten Bestimmungen festgezurrt und eingestellt seien, könnten sich aber Bürger und Besucher über freies W-Lan am Markt und im Hafen freuen.

Arneburg will sich aber nicht auf der guten Bewertung seines Tourismus-Büros ausruhen. Dazu sei die Auszeichnung auch gar nicht geeignet. Jedes Jahr ändern sich die geforderten Ansprüche, ebenso wie die der Reisenden. So sei der Bedarf nach einem öffentlichen W-Lan-Netz erst in den vergangenen Jahren in die Bewertung mit eingeflossen, sagt Schulze. Neben dem drahtlosen Zugang zu Informationen soll auch bald der Touch-Info-Bildschirm im Eingangsbereich des Büros installiert werden. Und am Ende der Tangermünder Straße soll noch etwas für die Radfreundlichkeit des Ortes getan werden, informiert Riedinger. Dort soll es einen Trinkbrunnen und auch eine kleine Fahrrad-Reparaturstation inklusive Schlauchautomaten geben. Aber damit könne erst nach Abschluss der Bauarbeiten an der Tangermünder Straße begonnen werden.

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