Sicherheit für familiäre und persönliche Kontakte

Arneburg: Zellstoffwerk impft bis zu 500 Mitarbeiter

Das Zellstoffwerk an der Goldbecker Straße im Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA).
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Sondertermin im Zellstoffwerk: 500 Dosen Impfstoff stehen den Mitarbeitern heute zur Verfügung. 
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Die dezentralen Erstimpfungen im Landkreis Stendal sind abgeschlossen, das Team ist jedoch auch heute noch unterwegs. Bis zu 500 Impfungen werden im Arneburger Zellstoffwerk angeboten.

Arneburg – Der erste Teil der dezentralen Impfaktion im Landkreis Stendal ist mittlerweile abgeschlossen – das Team um Christian Michael vom DRK-Kreisverband Östliche Altmark kann jedoch noch nicht zur Ruhe kommen: Heute steht ein weiterer Termin im Arneburger Zellstoffwerk auf dem Programm. 500 Impfdosen stehen dabei für interessierte Mitarbeiter zur Verfügung.

„Während der technisch notwendigen Generalrevision lassen sich Kontakte mit rund 1 500 Mitarbeitern von Fremdfirmen aus verschiedenen Ländern nicht vermeiden“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens. Das berge ein hohes Expositionsrisiko für die auf dem Gelände Beschäftigten. Deshalb habe sich die Geschäftsführung um eine betriebliche Impfaktion bemüht.

Dass diese erst recht spät im Generalrevisionsprozess stattfindet, die ersten Anlagen sollen voraussichtlich in fünf Tagen wieder hochgefahren werden, sei kaum zu vermeiden gewesen. „Es ist ein Prozess gewesen und der musste geprüft werden“, erklärt Ute Kaczirek, Sekretärin der Geschäftsführung, auf AZ-Anfrage. Das Unternehmen hoffe, damit einen weiteren Schritt gegen die Pandemie zu erzielen. Deshalb sei es „besser spät als nie“, stellt Kaczirek fest. In Frage kommen für die Aktion alle lokalen Mitarbeiter, die mit der Generalrevision zu tun haben. Aufgrund des höheren Infektionsrisikos, das das notwendige Arbeiten auf engem Raum mit sich bringt, sollen mit der Aktion die Kontaktpersonen der Mitarbeiter im privaten und familiären Umfeld angemessen geschützt werden. Außerdem könne damit die Entstehung eines potenziellen Corona-Hotspots reduziert werden.

Das Angebot richte sich nicht an die 1500 Mitarbeiter von Fremdfirmen. Möglich ist die Impfung im Betrieb auf Grundlage der Coronaimpfverordnung, die es vorsieht, dass von der Impfreihenfolge abgewichen werden kann, soweit dies wegen der epidemiologischen Situation vor Ort notwendig ist. Außerdem werde das Zellstoffwerk als kritische Infrastruktur eingeordnet, heißt es zusätzlich in der Mitteilung des Unternehmens.

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