Tourismus-Saison startet durch / Natur, Museen und Kirche sind Magneten

Arneburg: Touristen suchen Abgeschiedenheit

Radfahrer am 21.04.2020 auf dem Elberadweg in Radebeul. *** Cyclists on 21 04 2020 on the Elbe cycle path in Radebeul
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Die Menschen zieht es in die Natur. Trotz der großen Hitze kann sich die Arneburger Tourist-Information über Besucher freuen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Nach den Lockdowns und Kontaktbeschränkungen zieht es die Menschen in die Natur. Neben Kirchen und Museen ist auch die Elbe ein beliebtes Ziel.

Arneburg – „Wir sind angenehm überrascht“, fasst Evelyn Jordan von der Touristikinformation in Arneburg den Saisonstart zusammen. Eigentlich hätte es bereits im April losgehen sollen. Wie so oft hieß es jedoch: Coronabedingte Verschiebung. Seit einiger Zeit lassen es jedoch Inzidenz und Eindämmungsverordnung wieder zu, dass die Altmark von Touristen besucht und erkundet werden kann.

Dabei wird das, was manche als Makel sehen zum besonders begehrten Gut: „Die Leute wollen die Abgeschiedenheit“, erklärt Jordan. Nach Monaten verschiedener Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen, die große Teile des Privatlebens in den eigenen vier Wänden stattfinden ließen, seien die Menschen hungrig darauf, sich wieder in der Natur aufzuhalten. Aber das sei weder das Einzige, was die Altmark bieten könne, noch das, was gesucht werde. Es gebe auch einen starken Hunger danach, Kirchen und Museen zu besuchen. „Aber nicht so stark wie nach der Natur.“

Dabei fühlten sich die Gäste wohl – auch mit den Informationen ihres Büros, wie Jordan berichtet. Zumindest habe es oft gutes Feedback gegeben. „So macht das Arbeiten Spaß. Man weiß, warum man hier ist“, erklärt Jordan die Freude, den Reisenden Gemeintipps zur Region geben zu können. Während Kirchen und Museen nicht von jedem, besonders bei gruppen mit jüngeren Kindern seien diese eher unbeliebt, angefragt werden, gibt es doch ein Thema, das viele interessiert: Wo kommt man am nächsten zur Elbe. „Die Leute wollen auch mal die Füße ins Wasser stecken“, fasst Jordan das Bedürfnis zusammen. Zwar könne man bei den verschiedenen Fährstellen nah ans Wasser heran, aber das sei nicht so naturnah, wie es die meisten wollen. Wer es etwas naturbelassener möchte, könne es einmal bei Sandau versuchen, da gebe es einen Weg, der nah ans Wasser führe, verrät Jordan. Um die Wasserqualität brauche sich auch niemand mehr sorgen. Vor Jahrzehnten sei man noch mit schwarzem Hals aus der Elbe gekommen. „Das ist schon lange nicht mehr so.“

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