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Rückzug von Feuerwehrchef Michael Nix: Schernikau führt Gespräche

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Von: Tobias Henke

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Bürgermeister Rene Schernikau bei einer Feuerwehrübung in Arneburg
Rene Schernikau (liegend) hat noch drei Monate Zeit, um für die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck einen neuen Feuerwehrchef zu finden. Im November endet die Amtszeit von Michael Nix. © Privat

Arneburg-Goldbeck – Die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck sucht weiterhin einen neuen Feuerwehrchef. Nachdem der aktuelle Verbandsgemeindewehrleiter Michael Nix angekündigt hat, für keine weitere Amtszeit anzutreten, steht fest, dass im November ein neuer oberster Feuerwehrmann der Verbandsgemeinde benötigt wird (AZ berichtete). Noch ist nicht klar, wer die Nachfolge antreten wird. Verwaltungschef René Schernikau (parteilos) äußert sich auf Anfrage gegenüber der AZ.


„Ich werde diese Woche mit den in Frage kommenden Kandidaten Gespräche führen.“ Dabei handele es sich um eine Zahl zwischen 16 und 20 Personen. Dies seien alle Menschen, die die entsprechenden Qualifikationen und Fortbildungen vorweisen können, die es braucht, um Verbandsgemeindewehrleiter werden zu können. Die Frage, ob sich die Kandidaten überhaupt vorstellen können, die Nachfolge von Nix anzutreten, wurde im Vorfeld noch nicht abgeklärt. „Das wird sich in den Gesprächen zeigen, wer sich das unter welchen Bedingungen vorstellen kann.“

Kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung von Nix, als Verbandsgemeindewehrleiter nicht mehr zu kandidieren, gab es eine Aussprache von führenden Vertretern der Feuerwehr und der Verwaltung. „Dabei kam auch zur Sprache, dass die Anforderungen an die Kameraden immer größer werden.“ Aus Sicht von Schernikau sei es etwa unabdingbar, dass Fortbildungen der Brandschützer überwiegend abends stattfinden. “Es geht hier immer noch um ein Ehrenamt.“ Aus Sicht des Verwaltungschefs sei es eine Überlegung wert, auch „in der Fläche“ die ein oder andere Berufsfeuerwehr mehr zu installieren, um die ehrenamtlichen Kräfte zu entlasten. Nach wie vor ein Thema ist ein hauptamtlicher Gerätewart. Dieser wäre bei der Verbandsgemeinde angestellt. Schon seit Langem gibt es diese Forderung an die Verwaltung. Auch hier ist weiter offen, ob dies passieren wird. Im Detail.

Die Führungskräfte der Feuerwehr hätten der Verwaltung bei der Aussprache zu verstehen gegeben, dass sie es manchmal als unglücklich und unnötig empfinden, wenn ein und dieselbe Frage vor dem Verbandsgemeinderat und dem Ordnungsausschuss besprochen werden. Hier gäbe es manchmal in unnötiger Weise Kritik. „Diesen Vorwurf konnten wir ausräumen“, sagt Schernikau.

Vorerst ausgesetzt ist die von Nix entwickelte neue Alarm- und Ausrückeordnung (AZ berichtete). In dieser soll optimiert werden, welche Feuerwehren zu welchen Einsatzorten geschickt werden. Dies soll nachgeholt werden, sobald der Nachfolger von Nix feststeht.

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