Verbandsgemeinderat beschließt Höhenbegrenzung für Windkraftanlagen

Arneburg-Goldbeck: 220 Meter sind das Maximum

Windenergieanlagen zwischen Wischer und Arneburg.
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Neue Windräder in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck sollen nur noch bis zu 220 Meter hoch gebaut werden dürfen. 
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Bis der neue Flächennutzungsplan in Kraft treten kann, wird es noch eine Weile dauern. Aber der Verbandsgemeinderat Arneburg-Goldbeck hat sich jetzt auf einen Höhenbegrenzung von 220 Metern geeinigt.

Arneburg-Goldbeck – Die Entscheidung ist gefallen: Windenergieanlagen, die künftig in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck aufgestellt werden, sollen maximal 220 Meter hoch sein. Bis der Flächennutzungsplan (F-Plan) in Kraft treten kann, wird es jedoch noch eine Weile dauern. In der Variante, die mit dem Beschluss ihren Abschluss hätte finden können, waren 250 Meter Höhenbegrenzung vorgesehen. Die Änderung auf 220 Meter muss nun zunächst eingearbeitet und der damit neue F-Plan öffentlich ausgelegt werden.

Viele neue Argumente für die verschiedenen Höhenbegrenzungen gab es bei der Sitzung des Verbandsgemeinderates nicht auszutauschen. Aber einige der Ratsmitglieder hatten ihre Position geändert oder sich in andere Verhandlungspositionen gebracht.

Alf Diedrich (CDU), Ratsmitglied und Hasseler Bürgermeister, erklärte, dass er für die 220 Meter eintreten werde. Sollte der Verbandsgemeinderat sein Votum für 250 Meter abgeben, würde ein gemeinsamer Bebauungsplan mit Arneburg angestrebt, um im gemeinsamen Windpark die 220 Meter durchzusetzen. Lothar Riedinger (CDU), ebenfalls Ratsmitglied und Arneburger Bürgermeister, pflichtete ihm bei. Auch seine Stadträte seien für die 220 Meter, wie eine kurzfristige Befragung nach der letzten Bauausschusssitzung des Stadtgremiums ergeben hatte (AZ berichtete). „Wenn 250 Meter beschlossen werden, wird es den B-Plan geben“, stellte Riedinger fest. Deshalb könne er in der Abstimmung nur für 220 plädieren. Ob 250 Meter wirtschaftlich und technisch besser seien, könne er nicht beurteilen. Aber eine Höhe von 220 Metern müsse ausreichen. „Was nützt uns die beste Gemeinde, wenn da keiner bleiben will“, fragte er die Ratsmitglieder.

Dirk Kautz (Bürgerliste), Ratsmitglied und Bürgermeister von Hohenberg-Krusemark, erklärte, dass in seiner Gemeinde ein Votum für 250 Meter bestehe. Allerdings habe er Bauchschmerzen damit, diese Entscheidung zu treffen, wenn Gemeinden des Verbandes diese höhere Grenze ablehnten. Auch Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos), der für die 250 Meter eintrat und die Vorteile dieser Regelung betone, erklärte, dass der Beschluss schwieriger werde, wenn zwei Mitgliedsgemeinden sich offen gegen den Wert positionierten. Die Belastung, der die Bürger bei jeweils anderen Höhen ausgesetzt seien, bliebe dieselbe.

Einen Unterschied bedeute eine größere Höhe lediglich in der Sichtbarkeit, im Gemeindegebiet, die mit drei Prozent berechnet wurde.

Der Verbandsgemeinderat entschied sich mehrheitlich dafür, ein Maximum von 220 Metern festzulegen. Die Änderung des Flächennutzungsplanes ist deshalb zur Einarbeitung dieser erneuten Änderung zurückgestellt worden.

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