Wohnen hinter dem alten Bahnhof / Maximal zwei Geschosse vorgesehen

Arneburg: 52000 Quadratmeter neues Wohngebiet

Das zukünftige Baugebiet „Hinter dem alten Bahnhof“.
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Der größte Teil der Fläche ist aktuell unbebaut.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) hat bei der Sitzung des Hauptausschusses die Pläne für neuen Wohnraum „Hinter dem alten Bahnhof“ in Arneburg konkretisiert. Zwei Flurstücke werden beplant.

Arneburg – 52 000 Quadratmeter, also 5,2 Hektar soll das neue Baugebiet „Hinter dem alten Bahnhof“ groß werden. Damit soll Wohnrum für sich neu ansiedelnde Gewerbe im Industriegebiet geschaffen werden (AZ berichtete). Wie von Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) angekündigt, gab es bei der Sitzung des Hauptausschusses weitere Informationen zu dem Projekt.

Die Bauleitzahl soll für das Gebiet bei 0,5 liegen. Damit stünden also 2,6 Hektar zur Bebauung zur Verfügung, damit die neuen Mitarbeiter von Gewächshäusern, Logistikunternehmen und weiteren Gewerben einen Platz zum Wohnen finden. Notwendig sei der Neubau, da die Beschäftigungszahlen in Arneburg ausgesprochen gut seien. Mit wenigen Ausnahmen wären alle Einwohner in Lohn und Brot, erklärte Riedinger. Deshalb müssten für die 200 bis 400 entstehenden Arbeitsplätze weitere Wohnkapazitäten geschaffen werden.

Dabei sollen sich die neuen Häuser nicht zu sehr von der bestehenden Bebauung abheben. Maximal zwei Geschosse mit Dach, bestätigte Riedinger auf AZ-Nachfrage. Dies solle im Bebauungsplan und Aufstellungsbeschluss festgelegt werden. Dies seien nicht die einzigen Faktoren, die zu berücksichtigen seien. Auch die „CO2-Geschichten“, würden beachtet, stellte Riedinger fest.

Ausschussmitglied Darwin Proft (BIA) erkundigte sich, ob die Kapazität des Wasserwerks ausreiche, um derartig viele Wohnungen zu versorgen. Im Gegensatz zu dem vorher angedachten Bauort beim Industriegebiet bestünden in diesem Fall keine Bedenken, informierte Riedinger. Der Wasserdruck sei näher am Stadtkern ausreichend. Die Frage würde jedoch noch einmal mit einbezogen. Ohne einen Planungsentwurf könne jedoch auch nichts exakt berechnet werden, gab Riedinger zu bedenken.

Die vorgesehene Wohnbaufläche „Hinter dem alten Bahnhof“ zieht sich über zwei der Stadt Arneburg gehörende Flurstücke.

Stadtrat Carsten Sommer (BIA) der ebenfalls an der Sitzung teilnahm, bewertete es als „gut, dass etwas passiert“, äußerte jedoch auch Bedenken. Es sei wichtig, sicher zu stellen, dass Wohnraum für Familien entstünde und nicht für Erntehelfer. Dies sei jedoch ohnehin nicht geplant, erwiderte Riedinger. Vorgesehen seien beheizte Gewächshäuser, die in einem Kreislaufsystem funktionieren. Dementsprechend seien saisonale Arbeitskräfte nicht notwendig. Letztendlich würde jedoch im Aufstellungsbeschluss festgelegt, was „Hinter dem alten Bahnhof“ gebaut werden darf – und was nicht. „Ein Wohnheim wäre dann nicht möglich“, sagte Riedinger.

Welche Kosten mit dem Projekt entstehen, sei noch nicht sicher, erklärte der Bürgermeister auf AZ-Anfrage. Jedoch solle mit einem städtebaulichen Vertrag festgelegt werden, dass diese vom Investor und nicht der Stadt Arneburg getragen werden. Beauftragt wurde das Planungsbüro Wallraf & Partner, mit dem untere anderem bereits beim Flächennutzungsplan für Arneburg gute Erfahrungen gemacht worden seien.

Wenn von nun an alles gut gehe, könnte spätestens im Mai ein Aufstellungsbeschluss im Stadtrat beschlossen werden.

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