Im „Regenbogenland“ wird Vielfalt gelehrt / Krebber: „Projekt passt gut“

„Anderssein akzeptieren“

„Andere Kinder sind auch anders“: Schützlinge der Goldbecker Tagesstätte trainieren für die Demokratie. 

Goldbeck. Unter dem Motto „Ich und Ich“ trainieren die Schützlinge in Goldbecks „Regenbogenland“ für ein gelingendes Miteinander.

Das Team von Leiterin Heidi Denzin will den Mädchen und Jungen mit seinem Projekt „Vielfalt“ vermitteln, wie es im Alltag der Jüngsten funktioniert, „das Anderssein“ zu respektieren und zu akzeptieren, erläuterte die Chefin der Kindertagesstätte am Mittwoch im AZ-Gespräch.

In der Einrichtung an der Ackerstraße gehe es bereits das ganze Jahr über verstärkt darum, den Mädchen und Jungen in kindgerechter Form Werte zu vermitteln. So werde etwa in spielerischer Art das Beispiel verinnerlicht, dass es doch kein Problem sei, wie jemand aussehe. „Ich bin blond und du bist eben schwarzhaarig“, werde den Schützlingen etwa erklärt.„Wir haben sehr viele Kinder mit Fluchterlebnissen“, sieht Denzin Aufklärungsbedarf aber bei allen Mädchen und Jungen, egal welcher Herkunft sie seien. Großes Ziel sei es, den Kindern zu vermitteln, „dass andere Kinder auch anders sind“.

Von dem Projekt der Goldbecker Einrichtung angetan zeigt sich auch Norbert Krebber. Der Umweltpädagoge vom Elbehof im 41 Kilometer nördlich gelegenen Aland-Gemeinde-Ortsteil Wahrenberg wird seine Theater-Spielwerkstatt am Mittwoch, 29. November, in der Goldbecker Einrichtung aufbauen. In voraussichtlich 90 Minuten will er die Mädchen und Jungen mit seiner Form des Stücks „Die Konferenz der Tiere“, das auf dem berühmten Buch von Erich Kästner basiert, zeigen, wie Demokratie bereits im jungen Alter erlernt werden kann. „Die Kita verfolgt ein spannendes Projekt. Da passt meine Aktion gut dazu“, sagt Krebber der AZ.

Der Wahrenberger tourt mit dem Stück durch insgesamt vier Tagesstätte im Landkreis. Sein Auftritt wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ mit der Aktion „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises in Zusammenarbeit mit dem Stendaler Verein „Kinderstärken“ finanziell gefördert. Ziel von Krebbers Theater-Tour sei, bei den Kindern ein „Gemeinschaftsgefühl“ zu wecken.

Von Antje Mahrhold

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