Adebar in Bertkow auf Nestsuche

Gefiederter im storchenfreundlichen Dorf gelandet

Ein Storch sitzt auf einem Strommast im Goldbecker Ortsteil Bertkow am 22. März 2021.
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Adebar blickt sich am 22. März 2021 in Bertkow um.
  • Antje Mahrhold
    vonAntje Mahrhold
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Bertkow – Aus der Storchenperspektive hat sich ein Adebar Anfang der Woche im Goldbecker Ortsteil umgesehen.

Das gefiederte Wesen ist in den Fokus der AZ-Kamera geraten, als es gerade einen Zwischenstopp auf einem Strommast eingelegt hat, der in der Nähe des alten Schlosses steht.

Falls der schwarz-weiße Vogel auf der Suche gewesen ist und einen Platz zur Familiengründung erspähen wollte, bieten sich für ihn auch in Bertkow gute Bedingungen. Wurde doch dort schon im Februar 2014 auf einem Strommast, der direkt vor der imposanten Feldsteinkirche steht, mithilfe des Kreis-Umweltamtes eine Nisthilfe montiert.

Das staatlich geförderte Nest war seinerzeit gleich kurz nach seiner Installation von einem Storchenpaar bezogen worden. Als dann Anfang Juni ein Jungvogel aus dem Bertkower Horst fiel und mehr oder weniger hilflos in einem Busch in der Nähe gelandet ist, kam der Einsatz eines neunjährigen Mädchens ins Spiel.

Sophie Pollnau nämlich hatte das Storchenbaby entdeckt und taufte den Kleinen auf den Namen „Rüdiger“. Zusammen mit dem damals elf Jahre jungen Julian-Dominik Zimmermann und mithilfe der damaligen Gemeinderätin Annedore Müller startete das Mädchen eine ungewöhnliche Aktion.

„Wir sammeln Futtergeld für unsere aus dem Nest gefallenen Störche“, stand auf einem Zettel, der an eine weiße Plastiksammeldose geklebt war. Die Spende hatten die Kinder mit Müller Ende Juli in einer Übergangsstation für Wildtiere abgegeben, die sich in einem Nachbarort befindet. Jungstörche verputzen pro Tag etwa acht Eintagsküken. tj

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