Antragsteller hatte Genehmigung

Zwei mächtige Buchen in Arendsee sind gefallen: Altmarkkreis schickt Sachgebietsleiter

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Die Säge wurde an zwei Buchen an der Seepromenade angesetzt.

Arendsee – Aufmerksame Beobachter haben sie entdeckt: die beiden gefällten Bäume am Seeweg unterhalb der Töbelmannstraße. Veränderungen an der Promenade, wie Bäume oder Bauvorhaben, werden sehr sensibel zur Kenntnis genommen. So auch dieser Fall.

Die AZ fragte gestern Morgen im Rathaus nach: Die Bäume, so hieß es aus dem Bauamt, seien deshalb gefällt worden, weil sie eine Gefahr für die Menschen und Gebäude ringsum darstellten. Jasmin Scheffler auf die Frage, warum vermeintlich gesunde Bäume der Säge zum Opfer fallen würden: „Die Bäume waren nicht gesund. Sie waren pilzbefallen. Und ein Baumgutachten hatte das bescheinigt“, so die Bauamtsmitarbeiterin.

Zudem hätten diese mächtigen Baüme bei Sturm den Gehweg angehoben. Und sie drohten umzustürzen.

So bekam der Antragsteller die Genehmigung, die beiden Bäume zu fällen. Die Baumstümpfe, die noch zu sehen sind und an die mächtigen Bäume erinnern, werden mittels einer Fräse beseitigt, machte Bürgermeister Norman Klebe deutlich.

Inzwischen wurde der AZ bekannt, dass aufgrund der Nachfragen von Bürgern auch im Umweltamt des Altmarkkreises ein Sachverständiger damit beauftragt ist, die Reste der Bäume zu untersuchen – ob eine Notwendigkeit bestanden habe, die Bäume zu fällen. Ein Ergebnis werde nicht vor heute erwartet, hieß es in der Pressestelle. In der Stadt Arendsee hieß es, man sehe der Prüfung gelassen entgegen, weil „die Bäume geschädigt waren“.

VON HARRY GÜSSEFELD

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