Neue Fahrzeughalle war günstiger als geplant / Stadt Arendsee könnte Gerätehaus sanieren

Zusätzliche Investitionen für den Brandschutz

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Das Arendseer Gerätehaus mit Schlauchturm von der Bahnhofstraße aus gesehen: Dahinter entstanden Verbinder und Fahrzeughalle, doch am Altbau passierte bisher nichts. Dies kann nun geändert werden, Gelt steht zur Verfügung.

Arendsee. Die neue Fahrzeugehalle für die Feuerwehr Arendsee wurde im Juli 2016 eingeweiht, nun sind alle Abrechnungen fertig. Unterm Strich gibt es eine positive Nachricht für die Einheitsgemeinde: Der Bau war deutlich günstiger als angenommen.

Darum hat die Kommune nun 320 000 Euro zur Verfügung, die noch nicht in den Haushaltsentwurf 2018 eingearbeitet wurden. Dies bestätigte Vize-Bürgermeisterin Anja Schrader auf Nachfrage der Altmark-Zeitung.

Die feierliche Schlüsselübergabe für die neue Fahrzeughalle am Dessauer Worth erfolgte im Juli 2016.

Eine Idee, was damit passieren könnte, gibt es bereits. Neben der Fahrzeughalle befindet sich das alte Gerätehaus. Dies wird nach wie vor von der Wehr genutzt. So gibt es dort beispielsweise einen Tagungsraum. Als vor Jahren die ersten Gespräche für den Neubau aufkamen, hieß es zunächst, auch das alte Objekt wird auf Vordermann gebracht. Doch als die ersten Pläne geschmiedet wurden, gab es von den Bauexperten schlechte Nachrichten, das Geld sollte nicht reichen. An dem Gerätehaus passierte zunächst nichts. Doch die Freiwilligen wurden nicht müde, immer wieder daran zu erinnern, dass in dem Objekt Sanierungsbedarf besteht. Es entstand in heutiger Form einst zu DDR-Zeiten mit viel Eigenleistung der Kameraden. Nach der Wende gab es einige Verschönerungsaktionen, so wurde die Fassade gemalert. Auch drei alte Tore konnten damals modernisiert und eine Absauganlage eingebaut werden.

Nun gibt es die Chance, einen Schritt weiter zu kommen. Was genau in dem alten Gerätehaus baulich passiert, steht allerdings noch nicht fest. Derzeit prüfe ein Planer, was mit dem Geld überhaupt machbar ist. Danach werde die Stadt informieren, wie die baulichen Veränderungen aussehen könnten, kündigte Anja Schrader an.

Eine Rolle soll aber der mehrfach diskutierte Stabsraum spielen. Dieser ist vorgeschrieben und wird seinen Platz im Gerätehaus bekommen. Dort haben Verantwortliche bei außergewöhnlichen Ereignissen die Möglichkeit, Krisen zu managen. Kommunaktion spielte dabei eine große Rolle, auch ein Fernmelderaum gehört dazu. Das Objekt mit Alt- und Neubau spielt in der Einheitsgemeinde beim Brandschutz eine entscheidende Rolle. Von Arendsee aus werden nicht nur die meisten Einsätze gefahren, das Komplex dient auch als zentrale Anlaufstelle für die Ausbildung in der Gemeinde.

Von Christian Ziems

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