Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg ehrte den erfolgreichen Bankdirektor im Gildehaus

„Zapfenstreich“ für Dieter Schulz

+
Dieter Schulz gestern im Gildehaus Lüchow mit seinen Enkelinnen Maxima (l.) und Charlotte. Für die beiden Mädchen wird er als Großvater nun mehr Zeit haben, weil der ehemalige Bankdirektor in den Ruhestand geht.

Lüchow. Der Saal im Gildehaus Lüchow war weihnachtlich geschmückt. Ausreichend festlich, um einen erfolgreichen Banker in den verdienten Ruhestand zu verabschieden. Auch Kommunalpolitiker und Bankvorstände aus der Altmark waren der Einladung gefolgt.

Es war eine Art Zapfenstreich, der dem Kommandeur Dieter Schulz galt, umriss es Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Wilkens, der auch die Laudatio hielt. „Eine Ära, die Ära Schulz geht vorbei“, betonte der Redner. Rund 40 Jahre lang habe Dieter Schulz für das Unternehmen gewirkt. Nach dem Besuch der Realschule in Lüchow erfolgte die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Clenze. Am 1. Juni 1972 trat Dieter Schulz seinen Dienst bei der damaligen Spar- und Darlehenskasse Woltersdorf an, bereits mit dem Ziel, kurzfristig die Geschäftsführung zu übernehmen. Zwei Jahre später erfolgte die Berufung in den Vorstand. „Unter der Verantwortung von Dieter Schulz entwickelte sich die gemischtwirtschaftliche Genossenschaft zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen“, hieß es gestern. Er sei es auch gewesen, der sich vehement gegen die Versuche wehrte, das Bankgeschäft von der Ware zu trennen. „Der Erfolg seines Unternehmens sollte ihm recht geben“, so Wilkens. Nach der Grenzöffnung erfolgte die Ausdehnung des Bankhauses in den Osten, in die Altmark. Hauptstandorte wurden Osterburg, Seehausen. Arendsee und später Kläden (bei Stendal), Thüritz und Goldbeck. Nach der Verschmelzung mit der Volksbank Lüchow wurden auch die Volksbank Dannenberg und der Saatbau Dannenberg Bestandteile des Unternehmens. „Es gibt noch viele Ideen, diese werden nun ohne Dieter Schulz umgesetzt“, so Wilkens weiter. Von einem „urgesunden, stabilen Unternehmen“ war die Rede. Eine Bilanzsumme von einst drei Millionen DM entwickelte sich in der Ära Schulz auf 561 Millionen Euro. 736 Mitarbeiter sind in vier Bundesländern beschäftigt.

Die Jagdhornbläser aus Lüchow hatten Dieter Schulz gestern musikalische Grüße überbracht. Der Bankdirektor war sichtlich gerührt. Geschenke gab es natürlich auch. So eine massive Bank aus Holz, versehen mit einer roten Schleife. „Aus der Bank auf die Bank“ könnte das Motto geheißen haben. Dieter Schulz selbst bedankte sich gestern oft. Bei Weggefährten, bei Kollegen, bei Freunden. Für sein erfülltes Arbeitsleben.

Von Harry Güssefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare